Vandalen auf dem Campingplatz

Unbekannte Täter verursachten auf zwölf Parzellen des Campingplatzes Panorama in Altnau Schäden von über 10 000 Franken. Der Vandalismus hat den Campern die Freude auf die bevorstehende Saison geraubt.

Daniela Ebinger
Merken
Drucken
Teilen

Altnau. Unbekannte haben auf dem Campingplatz Panorama in Altnau Sachschaden von über 10 000 Franken verursacht. Geschädigt sind zwölf Parzellenbesitzer. Die Täter schnitten letzte Woche in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Zeltblachen auf und schlugen bei Wohnwagen Fensterscheiben ein. Bei einem Vorzelt wurde das Dach aufgeschlitzt und bei einem anderen eine Wohnwagentüre beschädigt.

Einige Besitzer trafen im Innern ihrer Vorzelte und Wohnwagen umgeworfene Gegenstände und ein regelrechtes Chaos an. Zudem entfernten die Täter gewaltsam einen Feuerlöscher und entleerten diesen. Bei der Polizei gingen auch Meldungen von Diebstählen ein.

Ab sofort mehr präsent

«Für uns alle ist der Platz sehr wertvoll, und bereits in drei Wochen ist Saisonbeginn», erzählt Franziska Neidhart. Sie ist die Präsidentin der Campinggenossenschaft.

«In meiner siebenjährigen Vorstandstätigkeit hat es so etwas noch nie gegeben», meint sie ganz schockiert. Persönlich ist sie nicht betroffen und kann sich an solchen Vandalismus in ihren 20 Campingjahren nicht erinnern. «Wir werden ab sofort vermehrt anwesend sein.»

Zudem habe ihr die Polizei gesagt, dass die Spurensicherung gut arbeiten konnte und es Tatverdächtige gebe.

Auf Anfrage meinte Mediensprecher Christoph Greminger jedoch, dass die Polizeiermittlungen liefen und noch keine Hinweise eingegangen seien.

Mühsames Aufräumen

Bei Regina Müller wurde ein Wohnwagenfenster mit einer Blumenkiste zerstört. Ihre Nachbarn waren zuerst vor Ort und haben für sie das Fenster mit Plastik abgedeckt. Mühsam entfernt sie nun die zahlreichen Scherben. «Ich wohne gerade um die Ecke», meint die 68-Jährige von Oberiberg sarkastisch. Sie fahre für einen Weg gut zwei Stunden.

Ihr Mann ist im vergangenen Oktober an einem tragischen Unfall gestorben. «Wir waren immer liebend gerne hier. Dieser Vorfall hätte nicht sein müssen», meint sie traurig und schüttelt den Kopf.

Nicht mehr versichert

Bei einem andern Platz wurde ein Plexiglas beschädigt, das Vorzelt aufgeschlitzt, eingedrungen und Gegenstände umgeworfen.

«Gestohlen wurde nichts, obwohl es genug Brauchbares in meinem kleinen Paradies gehabt hätte», meint ein Camper aus Herisau, der anonym bleiben möchte. «Es gibt noch andere, die schlimmer betroffen sind. Aber das ist für mich auch kein Trost.» Für ihn sind unnötige Kosten von gut 1000 Franken entstanden. Das Ganze sei äusserst ärgerlich und sehr umständlich.

Viele der Mobilheime und Wohnwagen sind aufgrund ihres Alters bereits abgeschrieben, und die Eigentümer haben oft keine Versicherung mehr abgeschlossen. Zum Wohnen und Geniessen sind diese aber durchaus noch lange Zeit brauchbar und für viele eine Sommerresidenz zur Erholung. So auch für Richard Graf aus Gossau. Sein Vorzelt hat mehrere Schnitte abbekommen. «Durch diese sind die Täter ins Innere eingedrungen und haben im Wohnwagen eine Schranktür gewaltsam aufgebrochen», erzählt Graf.

Für ihn deutet das Ganze auf dumme Bosheit hin, die den Betroffenen nur unnötig Umtriebe bereiten und die Vorfreude auf die Campingsaison trüben.