UTTWIL: «Tolles Generationenprojekt»

Als «weiteren Meilenstein» bezeichnet Gemeindepräsident Stephan Good die geplante neue Mehrzweckhalle. Das Bedürfnis sei ausgewiesen, nun müssen die Stimmberechtigten entscheiden.

Kurt Peter
Drucken
Teilen

Gross war das Interesse am Informationsabend zum Detailprojekt der neuen Mehrzweckhalle. Gemeindepräsident Stephan Good erläuterte zunächst, dass die Anregungen aus dem ersten Infoanlass im November 2016 als Änderungen in das nun vorliegende Projekt eingeflossen seien. Über die neuen Pläne informierte am letzten Donnerstag anschliessend Architekt Stefan Kurath.

Der Haupteingang der neuen Halle sei an der Kesswilerstrasse. Im Erdgeschoss gebe es Räume für Vereine, der Musikverein zeige grosses Interesse an einem Umzug. Im Erdgeschoss würden zudem die WC-Anlagen untergebracht. Mit Lift oder über eine Treppe sei das Obergeschoss zu erreichen.

«Der neue Saal hat eine Fläche von 285 Quadratmetern und ist unterteilbar», informierte der Architekt weiter. Im Obergeschoss befinde sich auch das Foyer, mit einer Länge von 22 Meter und einer Breite von 5,5 Meter sei dieses auch für kleinere Anlässe geeignet. Anschliessend an das Foyer werden Office und Küche realisiert. Die Bühne weise eine Grösse von 113 Quadratmetern auf, im heutigen Mehrzwecksaal habe diese eine Grösse von 74 Quadratmetern.

Viel mehr Platz für Besucher

Während im bestehenden Saal Platz für einen Bestuhlung für 280 Plätze bestehe, seien es im neuen Gebäude 370. «Zudem kann eine Bankbestuhlung von neu bis zu 285 Plätzen angeboten werden». Im Obergeschoss werde die Vereinsstube integriert. Das Gebäude mit einer Länge von 30 Meter und einer Tiefe von 25 Meter füge sich dank der Giebelform gut in das Ortsbild ein, meinte Stefan Kurath.

Das Projekt kostet aber auch Geld: Der Architekt sprach am Donnerstagabend von Kosten von sieben Millionen Franken. In das Gebäude allein würden fast vier Millionen investiert. Der Rückbau der bestehenden Halle käme auf 620 000 Franken zu stehen, die Ausstattung auf 180000 Franken. Die Kostenschätzung weise eine Unsicherheit von plus/minus 25 Prozent auf, was bei solchen Vorhaben üblich sei. «Sie können aber sicher sein, dass wir uns an das politische Ziel halten und die sieben Millionen Franken ausreichen», sagte Kurath. Sein Büro gebe sich ein Jahr Zeit, um alle Kosten zu rechnen und gegebenenfalls zu optimieren. I

In der anschliessenden Diskussion sprach eine Teilnehmerin von einem «Hosenlupf» für Uttwil. Sie hätte gerne eine definitive Zusage des Musikvereins als Mieter. Dies vor der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 27. März. An diesem Abend werden die Stimmberechtigten über den Planungs- und Baukredit befinden. Stephan Good bestätigte das Interesse des Musikvereins an einem Umzug.

Ein genau definiertes Nutzungskonzept werde nach einer Zusage durch die Stimmberechtigten erarbeitet, gab er bekannt. Die weiteren Fragen aus dem Saal betrafen unter anderem Materialwahl für Fassade, Decken und Wände, die Zufahrt hinter die Bühne, die Kühl- und Lagermöglichkeiten sowie die Tragfähigkeit des Daches bei Schneelast.

Zwei Millionen Franken sind bereits in der Kasse

«Von den sieben Millionen Franken haben wir schon zwei Millionen in der Kasse», sagte Gemeindepräsident Good. Er bezeichnete das Projekt als «weiteren Meilenstein». Die Bedürfnisse seien mit einer Umfrage in den Vereinen breit abgeklärt worden. Im Vergleich zur heutigen Anlage überzeuge das neue «tolle Generationenprojekt» durch Grösse und Zweckmässigkeit. «Der Gemeinderat kann dem Vorhaben vollumfänglich zustimmen», sagte er abschliessend.

Kurt Peter

romanshorn

@thurgauerzeitung.ch