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UTTWIL: «Entwicklung lässt aufhorchen»

Gemeindepräsident Stephan Good steht dem geplanten Luxusresort neutral gegenüber. Er macht sich aber gewisse Sorgen.
Markus Schoch
Visualisierung der geplanten Überbauung «Le Port du Navire». (Bild: PD/Green Architecture GmbH)

Visualisierung der geplanten Überbauung «Le Port du Navire». (Bild: PD/Green Architecture GmbH)

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

Herr Good, ist Uttwil ein gefährliches Pflaster?

Nein, auf keinen Fall.

Es gibt jetzt eine Überbauung mit dem Namen «Le Port du Navire», die den Bewohnern viel Sicherheit verspricht. Das Gelände ist umzäunt und wird von einem Portier überwacht. Was sagen Sie dazu?

Das ist eine Entwicklung, die die Gemeinde nicht steuern kann. Das Projekt ist nicht von uns geplant und wird auch nicht von uns umgesetzt, sondern von einem Investor beziehungsweise Bauherren. Wir haben keinen direkten Einfluss.

Aber wie ist Ihre Meinung zu dieser Entwicklung?

Offenbar hat der Bauherr ein Bedürfnis erkannt, das er mit der geplanten Überbauung befriedigt.

Sie stehen dem Projekt also neutral gegenüber.

Ja.

Wer Sicherheit braucht und in eine überwachte Überbauung zieht, sucht nicht Anschluss im Dorf. Solche Einwohner sind nicht unbedingt diejenigen, die man sich als Gemeindepräsident wünscht.

Das ist tatsächlich die Kehrseite der Medaille. Man kann nicht davon ausgehen, dass sie sich beispielsweise in einem Verein engagieren.

«Le Port du Navire» ist auch ein Luxusresort. Zuletzt ist in Uttwil vor allem Wohnraum für gut Betuchte geschaffen worden, und auch mit der Überbauung «Seegang» der HRS ein paar Meter weiter im Osten ebenfalls direkt am Ufer geht es im ähnlichen Stil weiter. Macht Ihnen diese Entwicklung Sorgen?

«Le Port du Navire» ist tatsächlich in einem hohen Preissegment. Das Projekt «Seegang» ist nicht ganz vergleichbar. Dort bewegen sich die Preise zwischen 840000 und 1900000 Franken. Aber die Entwicklung lässt sicher aufhorchen und bereitet mir teilweise Sorgen.

Inwiefern?

Es sind nicht in erster Linie junge Familien, die mit solchen Überbauungen angezogen werden.

Imageprobleme sehen Sie nicht?

Nein, das steht bei mir nicht so im Vordergrund. Uttwil ist seit jeher eine gute Gemeinde in Bezug auf den Steuerfuss. Zum besseren Verständnis: Aktuell liegt er bei 48 Prozent.

Und es dürften weitere gute Steuerzahler nach Uttwil kommen. Ist die Steuerkraft in den letzten Jahren bereits gestiegen?

Nein, sie ist konstant. Und wie sie sich entwickelt mit den geplanten Überbauungen direkt am See, lässt sich heute nicht sagen. Im aktuellen Budget für dieses Jahr waren wir in Bezug auf die Steuerentwicklung eher zurückhaltend.

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