UTTWIL: Die Steuerquelle sprudelt

Die Primarschulgemeinde verzeichnet dank eines markanten Anstiegs der Steuern für 2016 einen Ertragsüberschuss. Der Steuerfuss wird infolge geringerer Ausgaben gesenkt.

Kurt Peter
Merken
Drucken
Teilen

Nach der ausserordentlichen ­Gemeindeversammlung zur neuen Mehrzweckhalle blieben 93 Stimmberechtigte anwesend, als Schulpräsidentin Rebecca Hirt die Schulgemeindeversammlung eröffnete. Die Jahresrechnung 2016 schloss mit einem Gewinn von 238 000 Franken. «Wir können von einem finanziell guten Jahr sprechen. Wir haben gut ­gewirtschaftet und weisen eine schlanke Verwaltung auf.»

Schulpfleger Adrian Gut sagte in seinen Ausführungen zur Rechnung, dass der erfreuliche Ertragsüberschuss aus markant gestiegenen Steuereinnahmen resultieren würde. Nicht nur die Schulsteuern seien höher ausgefallen als budgetiert. Auch die Grundstückgewinnsteuern hätten zu dem Resultat beigetragen. Zudem seien weniger Ausgaben angefallen. Das betreffe vor allem die Bereiche Sachaufwand und Lohnkosten.

Mehr Investitionen in Liegenschaftenunterhalt

In den Liegenschaftenunterhalt hingegen sei mehr investiert worden als im Budget vorgesehen. Auch der Beitrag an den kantonalen Finanzausgleich sei höher ausgefallen als geplant. Die Investitionen für den Schulhausumbau im Umfang von 681000 Franken hätten aus der Vorfinanzierung gedeckt werden können. Das Eigenkapital der Schulgemeinde habe sich Ende 2016 auf eine Million Franken belaufen, sagte Gut.

Die Behörde beantragte den Stimmberechtigten, vom Gewinn 200300 Franken für die Vorfinanzierung der Erneuerung des Schulhauses zuzuweisen und 37000 Franken dem Eigenkapital. Die Rechnung wurde diskussionslos und mit grosser Mehrheit genehmigt. Der Antrag, den Steuerfuss von 49 auf 48 Prozent zu senken, wie es das Budget 2017 vorsieht, fand ebenfalls grosse Zustimmung.

Verlust von 61750 Franken

Das Budget 2017 rechnet mit einem Verlust von 61 750 Franken. Die Schulbehörde geht von weiterhin hohen Investitionen beim Liegenschaftenunterhalt und bei den Sanierungsmassnahmen aus, beispielsweise bei den Aussenanlagen und beim Spielplatz. Daher hat sie den Erneuerungsfonds Liegenschaften gegründet.

Trotz tieferem Steuerfuss würde die Behörde mit einem höheren Steuerertrag rechnen, sagte Gut abschliessend. Das Budget 2017 wurde deutlich angenommen. Verabschiedet wurden am vergangenen Montagabend ferner die beiden Revisorinnen ­Sandra Eichmann und Simone Rüegger sowie das Behördenmitglied Stephan Röösli.

Kurt Peter

romanshorn

@thurgauerzeitung.ch