Ursache ist noch unbekannt

ARBON. Letztes Jahr wölbte sich die Bodenplatte in der neuen Arboner Sporthalle, und vor einem Monat sammelte sich Wasser im selben Bereich an. Nun umgeht die Schule ein gerichtliches Verfahren.

Ralf Rüthemann
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Die Baustelle in der neuen Arboner Sporthalle sieht seit einem Monat unverändert aus. (Bild: Ralf Rüthemann)

Die Baustelle in der neuen Arboner Sporthalle sieht seit einem Monat unverändert aus. (Bild: Ralf Rüthemann)

Im Frühsommer hat man ihn entdeckt, und bis jetzt konnte er immer noch nicht behoben werden: der Bauschaden durch das Wasser, das in der neuen Sporthalle Arbon von unten durch den Betonboden drückt. Die Sekundarschulgemeinde Arbon konnte bis gestern noch nicht viel dazu sagen.

«Wir haben mit den beteiligten Unternehmen und ihren Versicherern das weitere Vorgehen erörtert», sagt Sekundarschulpräsident Robert Schwarzer. Mit einem speziellen Gutachtenverfahren will die Schulgemeinde nun die Schadenursache, die Verantwortlichkeit und die Haftung abklären. «So können wir ein zeitraubendes gerichtliches Verfahren umgehen», sagt Schwarzer. Die Rechte der Sekundarschule seien in diesem speziellen Verfahren nicht gefährdet.

Hilfe durch Schule und Stadt

Die Eröffnung der neuen Sporthalle verzögert sich um weitere Monate. «Momentan können wir den genauen Zeitpunkt der Eröffnung noch nicht festlegen.» Ein Problem mit den Vereinen und Schülern gebe es aber nicht, es seien alle irgendwo untergebracht worden. «Die Primarschulgemeinden Arbon, Roggwil, Frasnacht und Steinach sowie die Stadt Arbon kommen uns entgegen.»

«Es darf nicht mehr misslingen»

Mit grosser Wahrscheinlichkeit müsse man den neuen Unterlagsboden wieder entfernen, um den Bauschaden zu beheben. «Das wird wahrscheinlich unumgänglich sein», sagt Robert Schwarzer. «Wir können das aber erst machen, wenn uns die Experten grünes Licht dafür geben.» Bis zu diesem Zeitpunkt beschäftigen sich die Bauarbeiter mit anderen Aufgaben, die nicht vom Schaden betroffen sind. «Nachher darf uns einfach nicht nochmals etwas misslingen.»

Robert Schwarzer, Sekundarschulpräsident. (Bild: me)

Robert Schwarzer, Sekundarschulpräsident. (Bild: me)