Unterschriften für den Bus

Die Bevölkerung wehrt sich gegen die Aufhebung der Buslinie 907 nach Kreuzlingen. Der Gemeinderat teilt deren Meinung.

Urs Brüschweiler
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Rund 300 Unterschriften sind bis jetzt bei Markus Thalmann eingetroffen. Die Sammlung wurde auf privater Basis lanciert, erklärt der Tägerwiler Gemeindepräsident. Der Gemeinderat stehe aber voll und ganz auf derselben Seite. Wehren will man sich im Dorf gegen die Aufhebung der Buslinie 907, welche in das Kreuzlinger Stadtbusnetz integriert ist und auch halbstündlich das Tägerwiler Oberdorf bedient. Die Verbindung soll gemäss dem Konzept für den öffentlichen Verkehr des Kantons Thurgau 2019 aufgehoben werden (unsere Zeitung berichtete), was auf wenig Verständnis stösst.

Neue Linie vernachlässigt den südlichen Teil

Die neue Postautolinie Wigoltingen–Kreuzlingen, die im Stundentakt über Lipperswil und Tägerwilen fahren soll, sei keine Alternative, weil sie den Süden des Dorfes vernachlässige, sagt Thalmann. Besonders für ältere Personen sei der Bus wichtig, und sie nützten ihn auch häufig. Für sie seien eben auch die beiden Tägerwiler Bahnhöfe nicht so einfach zu erreichen. Gemäss dem Gemeindepräsidenten hätten sich entsprechend auch sehr viele ältere Personen an der Unterschriftensammlung beteiligt. Die Petition verlangt gar einen Abendausbau der Buslinie 907.

«Für den Gemeinderat war von Anfang an klar, dass wir alles daransetzen, die Linie zu erhalten.» Man sei nun im Gespräch mit der Stadt Kreuzlingen. Beide Gemeinden finanzieren zu je 165 000 Franken das Defizit der Buslinie mit. Ziel sei, gemeinsam mit dem Kanton ein Gespräch zu führen. Ausserdem werde man bis am 9. Dezember eine Vernehmlassungsantwort formulieren. Der Gemeinderat werde sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln für den langfristigen Erhalt der Buslinie 907 einsetzen, sagt Thalmann.