«Unsere Beschäftigten tragen alle Tracht»

Das Amriville setzt am Samstag auf bayrische Gemütlichkeit. Centermanager Urs Schach erklärt, weshalb man mitten in Amriswil auf ein Oktoberfest setzt und was sich die Besucher von diesem speziellen Tag erwarten dürfen.

Rita Kohn
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Urs Schach Centermanager des Einkaufscenters Amriville (Bild: Rita Kohn)

Urs Schach Centermanager des Einkaufscenters Amriville (Bild: Rita Kohn)

Das Amriville setzt am Samstag auf bayrische Gemütlichkeit. Centermanager Urs Schach erklärt, weshalb man mitten in Amriswil auf ein Oktoberfest setzt und was sich die Besucher von diesem speziellen Tag erwarten dürfen.

Das Amriville veranstaltet ein Oktoberfest – was heisst das?

Urs Schach: Während eines Tages von 9 bis 20 Uhr wird die Amriville Mall im Erdgeschoss in ein bayrisches Bierzelt umgestaltet.

Eine Auswahl an typisch bayerischen Speisen wird den ganzen Tag angeboten. In der Mall und auf dem Vorplatz bieten wir Original Paulaner Oktoberfestbier 2013 im Offenausschank an. Weiter wird erstmals ein «Facebook»-Biergarten vor dem Amriville eingerichtet. Hier werden Amriville-Facebook-Freunde zu einem kleinen Bier oder Mineralwasser eingeladen. Zudem nehmen alle an einem Wettbewerb teil, wo Einkaufsgutscheine zu gewinnen sind.

An den Oktoberfesten gilt allgemein Tenue Tracht, bzw. Dirndl… Werden diese das Bild im Amriville ebenfalls prägen?

Schach: Unbedingt! Die zwanzig Beschäftigten tragen alle bayrische Trachtenmode. Für die elfköpfige original bayrische Blasmusik «Die lustigen Holledauer» ist das eh Pflicht. Wir zählen jährlich mehr thematisch gekleidete Besucher. Authentisch gekleidete Gäste werden mit einem Getränk und Brezen belohnt.

Wer kein Bier mag, kann trotzdem zum Oktoberfest kommen?

Schach: Selbstverständlich sind alle willkommen, die Freude an Geselligkeit und dem speziellen Ambiente haben. In den beiden Restaurationsbetrieben «RössliBeck Café» und «esco lounge café bar» kommen auch Kaffee- und Weinliebhaber auf ihre Kosten. Süssigkeiten und Snacks aus deren Standardangebot stehen natürlich auch während des Oktoberfests auf der Karte.

Wie wirkt sich das Fest auf das Einkaufen im Amriville aus?

Schach: Obwohl das Oktoberfest kein ausserordentlicher Umsatzgenerator ist, versprechen die für die Jahreszeit hohen Besucherfrequenzen einen erfolgreichen Samstag. Wir möchten mit diesem eintägigen Anlass ein spezielles Einkaufserlebnis in ungewohntem Ambiente bieten.

Oktoberfest setzt man allgemein mit Bayern gleich – passt der Anlass denn überhaupt zu Amriswil?

Schach: Für den 14. September 2007 machten wir uns Gedanken, wie wir das Einjährige von Amriville feiern wollten. Es sollte ein geselliger Event mit herbstlichem Thema sein. Damals war die Dichte ähnlicher Feste in der Region noch nicht so gross. Wir sind eines der ersten Oktoberfeste im Jahreskalender und wohl eines der wenigen mit einer elfköpfigen Original Münchner- Hofbräuhaus-Kapelle. Bayern stösst wie der Thurgau an den Bodensee. Kultur und Mentalität sind uns nicht so fremd. Wir feiern den Amriville-Jahrestag seither mit einem Oktoberfest.

In München – und anderen deutschen Städten, die ein Oktoberfest veranstalten – gibt es viele Probleme für die Anwohner. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Schach: Unser Oktoberfest findet nur während eines Tages von 9 bis 20 Uhr statt. Während des Tages wechseln die Gäste laufend, so dass kaum betrunkene Gäste anzutreffen sind. Nach 20 Uhr, wenn wir die Mall schliessen, verabschieden sich die Gäste auf dem Vorplatz mit einem Bier an unserer Paulanerbar, oder bei einem Wein, Drink etc. bei «esco lounge café bar». Um 22 Uhr sind wir um Nachtruhe besorgt, welche in den letzten Jahren grösstenteils eingehalten wurde. Unser diskreter Sicherheitsdienst verleiht dem, wenn nötig, höflich Nachdruck.

Denkt das Amriville daran, aus dem Fest unter Umständen einen längeren Anlass zu machen?

Schach: Es war nie geplant, die Mall länger als einen Tag so intensiv wie an einem Oktoberfest zu belegen. Wirtschaftlich ist das nicht, und es ist nur möglich, weil der kommerzielle Gedanke im Hintergrund steht. Für uns steht das Einkaufserlebnis durch einen speziellen Event im Vordergrund. Die aktuellen Platzverhältnisse auf dem Vorplatz lassen keine Installation der Infrastrukturen für einen Event über mehrere Tage zu.