Unliebsame Gäste verderben die Freude am Garten

BISCHOFSZELL. Die Regionalgruppe Thurgau der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde und der Verein Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche luden kürzlich zu einem öffentlichen Vortrag ein.

Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
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Die Regionalgruppe Thurgau der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde und der Verein Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche luden kürzlich zu einem öffentlichen Vortrag ein. Im Bürgersaal des Rathauses sprach Daniel Brogle, Leiter Gärten im Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg, über das Thema «Krankheiten und Schädlinge am Buchs».

Aus Asien eingeschleppt

Als immergrüne Pflanze kann der Buchs auf eine lange Tradition in der Gartenkultur zurückblicken. «Er ist im ländlichen Raum nicht wegzudenken», sagte Brogle. Was tun, wenn Buchsbaumzünsler, andere Schädlinge oder Krankheiten zuschlagen?

Vor rund sieben Jahren wurde der Buchsbaumzünsler, ein aus Asien stammender Schädling, erstmals in Basel entdeckt. Die Raupen sind gelb bis dunkelgrün, haben eine schwarze Kopfkapsel und können bis zu fünf Zentimeter lang werden. Das Tier ist so gefrässig, dass die Pflanzen innerhalb weniger Wochen absterben können.

Der Buchsbaumzünsler liebt die Wärme. «Es empfiehlt sich deshalb, gerade im Frühjahr, bevor es warm wird, die Buchspflanzen genau zu kontrollieren», erklärte Brogle. Wichtige vorbeugende Massnahmen sind: geeignete Standortwahl, gute Nährstoffversorgung und fachgerechte Schnittmassnahmen.

Zur Bekämpfung des Zünslers gibt es diverse Methoden, allen voran chemische und biologische Insektizide. Chemische Mittel sind jedoch schädlich für Nutztiere wie Bienen. Kleinere Buchsgruppen können von Hand oder mit dem Staubsauger von den Raupen befreit werden. Abgestorbene Pflanzenteile und eingesammelte Raupen sollen in Säcken der Kehrichtverbrennung zugeführt werden.

Alternativen zum Buchs

Ausser dem Buchsbaumzünsler können auch andere Schädlinge wie Buchsbaumfloh, Buchsbaumgallmücke, Kommaschildlaus und Buchsbaumspinnmilbe auftreten. Ein weiteres Übel sind Krankheiten. «Besonders das Trieb- und Blattsterben wird uns künftig noch beschäftigen», warnte Daniel Brogle und betonte, dass es Alternativen zum Buchs gebe. Beliebte Ersatzpflanzen sind unter anderem Heckenmyrte Lonicera nitida, japanische Stechpalme Ilex crenata, Lebensbaum Thuja occidentalis und portugiesischer Lorbeer Prunus lusitanica.