Uni Konstanz zieht in Seeburg ein

kreuzlingen. Die Stadt Kreuzlingen hat mit der Universität Konstanz einen neuen Mieter für die Seeburg gefunden. Im Oktober werden die Räumlichkeiten neu bezogen.

Martin Bänziger
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Vertragsunterzeichnung: Stadtammann Andreas Netzle (links) und Rektor Gerhart v. Graevenitz. (Bild: mbz)

Vertragsunterzeichnung: Stadtammann Andreas Netzle (links) und Rektor Gerhart v. Graevenitz. (Bild: mbz)

Die Stadt Kreuzlingen musste als Besitzerin des Schlosses Seeburg einen neuen Mieter suchen, weil das Didaktikzentrum im September in den Neubau der Pädagogischen Hochschule umziehen wird. Stadtammann Andreas Netzle zeigte sich daher erleichtert, am Freitagmorgen den dreijährigen Mietvertrag mit dem neuen Mieter, der Uni Konstanz, unterzeichnen zu können. Es sei ein Glücksfall, dass die Hochschulstadt Kreuzlingen nun noch ein Stück Universität erhalte.

Der Mietvertrag gilt bis Ende September 2011, eine Verlängerungsoption bis 2014 oder 2017 ist vorgesehen. Auch zahlt die Universität die gleiche Mietsumme wie das Didaktikzentrum.

Die Mieträume umfassen das zweite Obergeschoss und das Dachgeschoss. Es steht eine Fläche von 480 Quadratmetern zur Verfügung. Rektor Gerhart v. Graevenitz ergänzte, man könne ohne bauliche Anpassungen zehn Forschungszimmer sowie einen Gemeinschaftsraum im Oktober beziehen. Die Verpflegung werde durch das Restaurant Schloss Seeburg sichergestellt. Der Mietvertrag ermögliche auch, eine weitere Brücke zwischen den Nachbarstädten Kreuzlingen und Konstanz zu schlagen. Auch seien Schlossräumlichkeiten optimal genutzt, wenn darin Bildung und Forschung betrieben werde.

Für das Kulturwissenschaftliche Kolleg, das in die Seeburg einziehe, habe die Universität vor einiger Zeit bereits Räumlichkeiten in der Bischofsvilla in Konstanz gemietet. Wie die Bischofsvilla werde auch die Seeburg für Konstanzer Professoren wie auch für Wissenschafter aus aller Welt zur Verfügung stehen.

Professor Rudolf Schlögl wird der neue Leiter der Forschungsstelle sein. Er ist Sprecher des Exzellenzclusters «Kulturelle Grundlagen von Integration», das im Rahmen der Exzellenzinitiative an der Universität Konstanz eingerichtet wurde. Schlögl betonte, das Kulturwissenschaftliche Kolleg forsche interdisziplinär in den Bereichen Soziologie, Geschichte, Philosophie, Religion, Literaturwissenschaft, Politik und Rechtswissenschaft.

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