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UNGEWISSE ZUKUNFT: Brand auf Arboner Saurer-Areal: Der Existenzkampf eines Unternehmers nach dem Flammeninferno

Vor etwas mehr als zwei Wochen hat es auf dem Arboner Saurer-Areal gebrannt. Der betroffene Firmeninhaber freut sich über die zahlreichen mitfühlenden Reaktionen. Er spricht aber von einer existenzbedrohenden Situation.
Daniel Walt
Martin Schlegel. (Bild: Archiv/Benjamin Manser)

Martin Schlegel. (Bild: Archiv/Benjamin Manser)

"Es ist eine emotionale Berg- und Talfahrt", sagt Martin Schlegel, Inhaber der TDS Textildruckerei Arbon GmbH. Den ersten Schock nach dem Brand im Saurer WerkZwei hat er mittlerweile zwar überwunden. Geschlafen habe er aber schon besser als in den vergangenen zwei Wochen, bekennt er.

In den späten Abendstunden des Samstag, 24. März, war in der ehemaligen Saurer-Webmaschinenhalle in Arbon ein Feuer ausgebrochen. Sechs Meter hoch schossen die Flammen in den Nachthimmel – das Dach wurde auf einer Breite von etwa 20 Metern zerstört. Die Brandursache steht nach wie vor nicht fest, wie Stefan Haffter von der Thurgauer Staatsanwaltschaft auf Anfrage erklärt.

Martin Schlegel. (Bild: Archiv/Benjamin Manser)

Martin Schlegel. (Bild: Archiv/Benjamin Manser)

An normale Produktion ist nicht zu denken

Hauptbetroffen vom Feuer war Martin Schlegels Unternehmen, das dort im Siebdruckverfahren hochwertige Textilien herstellt. An eine normale Produktion ist auch über zwei Wochen nach dem Brand nicht zu denken: "Wir können im Moment von Hand Muster herstellen. Ansonsten ist nur ein sehr beschränktes Arbeiten möglich", sagt Schlegel. Eine Folge davon: Der Chef kann den einzigen Angestellten, den er in seinem Kleinunternehmen beschäftigt, aktuell nicht zu 100 Prozent auslasten.

Ganz generell sind die finanziellen Folgen des Brandes laut Martin Schlegel noch nicht abzuschätzen. "Existenzbedrohend ist so ein Feuer auf jeden Fall", sagt er. Froh sei er um die unkomplizierte und speditive Unterstützung durch die Versicherung sowie die Gebäudebesitzerin, die HRS Investment AG.

Bild: Max Eichenberger
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Bild: Christa Kamm-Sager
Bild: Facebook
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Bild: Max Eichenberger
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17 Bilder

Brand im Saurerareal

Vom Tessin bis nach Norddeutschland

Nach dem Brand hat Martin Schlegel zahlreiche mitfühlende Reaktionen erhalten – "und zwar vom Tessin bis nach Norddeutschland", wie er sagt. Teils meldeten sich Kunden, um ihre Betroffenheit auszudrücken. Erstaunt hat Schlegel, dass auch Rückmeldungen von Vertretern zahlreicher Textilfirmen eingegangen sind, mit denen er schon beruflich Kontakt gehabt hatte. "Das zeigt, dass wir uns mit dem, was wir hier machen, bereits einen Namen gemacht haben", sagt Schlegel, der das 1903 gegründete Unternehmen vor zwei Jahren übernahm und neu ausrichtete.

"Haben unseren Traum realisiert"

Bis wann weiss Martin Schlegel, ob er sein Unternehmen weiterführen kann? "Das ist schwierig abzuschätzen", antwortet er. Zunächst müsse man schauen, bis wann das Dach geflickt werde. Zudem stelle sich die Frage, ob und wenn ja bis wann all seine Maschinen wieder funktionieren würden. Für Schlegel wie auch für seinen Mitarbeiter ist klar: "Wir haben uns hier unseren Traum realisiert. Und hoffen natürlich, dass es weitergehen wird."

Reparaturarbeiten nach dem Brand auf dem Arboner Saurer-Areal. (Bild: Andrea Stalder)

Reparaturarbeiten nach dem Brand auf dem Arboner Saurer-Areal. (Bild: Andrea Stalder)

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