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UMWELT: Kreuzlingen gibt Elektroautos mehr Power

In der Stadt sind öffentliche Tankstellen für E-Fahrzeuge noch Mangelware. Die Technischen Betriebe wollen deshalb eine Basis-Infrastruktur bereitstellen und bauen neue Ladestationen.
Martina Eggenberger Lenz
Vor dem Gebäude der Technischen Betriebe Kreuzlingen an der Nationalstrasse hat es bereits eine Ladestation. (Bild: Reto Martin)

Vor dem Gebäude der Technischen Betriebe Kreuzlingen an der Nationalstrasse hat es bereits eine Ladestation. (Bild: Reto Martin)

Elektroautos sind im Trend. Die Verkaufszahlen haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und es gibt kaum eine Marke, die nicht auch ein E-Modell im Sortiment hat. Die leisen und sauberen Flitzer gehören mittlerweile fest zum Strassenbild. In Kreuzlingen waren vor einem Jahr rund 170 Elektrofahrzeuge registriert. Doch was es in der Stadt noch kaum gibt, sind öffentliche Ladestationen. Auf der E-Tankstellen-Landkarte im Internet sind nur eine Handvoll Einrichtungen erwähnt: zwei befinden sich bei Autohäusern, zwei bei Firmen und eine auf dem Parkplatz der Technischen Betriebe Kreuzlingen. In den Parkhäusern und vor Läden gibt es noch keine Angebote, im Unterschied zu anderen Städten wie Konstanz oder St. Gallen.

Fünf Ladestationen auf dem Stadtgebiet geplant

Die Stadt Kreuzlingen als Energiestadt und die Technischen Betriebe Kreuzlingen wollen nun ihren Beitrag zur Förderung der E-Mobilität leisten und planen fünf zusätzliche öffentliche Ladestationen in den nächsten Jahren. Die nächste wird bis spätestens Frühling auf dem Parkplatz an der Ecke Sonnenstrasse/Marktstrasse erstellt. Als Nächstes folgen gemäss Roland Haerle, Leiter Energiemarkt, Stationen im Bereich Hörnli sowie beim Schifffahrtshafen. «Es geht uns darum, gemäss unserem E-Mobilitäts-Konzept eine Basis-Infrastruktur für die Stadt Kreuzlingen bereitzustellen», betont Haerle. Er geht davon aus, dass wegen der Popularität der Fahrzeuge in nächster Zeit auch private Unternehmen in E-Ladestationen investieren werden, Detaillisten zum Beispiel oder Banken und Gastronomen. Gemäss Studien geht man davon aus, dass die meisten E-Autos zu Hause in der Garage geladen werden. Das Angebot der öffentlichen Tankstellen richtet sich mehr an Gäste und Durchreisende.

Weniger Fördergelder als bei Erdgas-Autos

Momentan sei der Strom in Kreuzlingen noch gratis zu haben und die Auslastung am Standort an der Nationalstrasse sei relativ hoch, erklärt Roland Haerle. Mit der Inbetriebnahme der neusten Anlage – einer modernen Schnellladestation mit 50 kW Leistung – werden die beiden Ladesäulen der TBK in das überregionale Lade-Netzwerk «ost-mobil» eingebunden. Ab diesem Zeitpunkt wird der Energiebezug kostenpflichtig sein. Die Zahlung erfolgt mit einer speziellen Karte oder über eine App. Parallel dazu wird von den TBK weiterhin die Erdgas/Biogas-Tankstelle in Kurzrickenbach betrieben. Anders als bei den Erdgas-Autos, wo es bei Neuzulassungen immer noch 1000 Franken gibt, sprechen die TBK bei Elektro-Fahrzeugen keine eigentlichen Förderbeiträge für Anschaffungskosten. Die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen ist schon sehr gross.» Die Technischen Betriebe fördern allerdings die Abklärungen für den Einbau von effizienten Heimladestationen.

Kemmental setzt ein Zeichen

Auch in den umliegenden Gemeinden sind E-Tankstellen ein rares Gut. Einzig im Kemmental hat man die Zeichen der Zeit schon erkannt. Seit Herbst gibt es bei der Gemeindeverwaltung in Siegershausen eine Zapfsäule. Wie Gemeindepräsident Walter Marty auf Anfrage sagt, hat sich der Gemeinderat für diese Investition entschieden, «um einen Beitrag zur E-Mobilität zu leisten». Die Anlage werde genutzt, obwohl das Angebot noch nicht gross propagiert worden sei. Die meisten Nutzer würden das Auto vor Ort aufladen, während sie einen Einkauf erledigen, eine Dienstleistung in Anspruch nehmen oder mit dem Zug weiter reisen. (meg)

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