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UMBAU: Erneut Blaulicht beim Stadthaus

Die Stadt möchte das alte Feuerwehrdepot umbauen. In den denkmalgeschützten Teil sollen die Rettungsdienste einziehen, die alte Einstellhalle hingegen wird einem Neubau weichen.
Rita Kohn
Amriswils Stadtpräsident Martin Salvisberg erklärt das Projekt. (Bild: Rita Kohn)

Amriswils Stadtpräsident Martin Salvisberg erklärt das Projekt. (Bild: Rita Kohn)

Geht es nach dem Stadtrat, wird in absehbarer Zeit wieder mit Blaulicht und Sirene aus dem Annexbau des Stadthauses ausgefahren. Doch werden das nicht mehr Fahrzeuge der Feuerwehr sein, sondern die Krankenwagen des Rettungsdienstes 144. Rund 670'000 Franken möchte die Stadt in den Umbau des denkmalgeschützten Annex-Baus investieren.

Keine sinnvolle Verwendung sieht die Stadt hingegen für die ehemalige Einstellhalle der Feuerwehr. Sie soll einem Neubau weichen, der einerseits Räumlichkeiten für die derzeit extern untergebrachten Sozialdienste bieten und andererseits den prekären Platzverhältnissen bei der Bauverwaltung ein Ende bereiten soll.

Die Reaktionen auf das Projekt waren positiv

Das Neubauprojekt, das aus der Feder des Amriswiler Architekten Rolf Schulthess stammt, ist der Bevölkerung bereits vor einigen Monaten vorgestellt worden. Es ging aus einem Architekturwettbewerb hervor und erwies sich als jenes Projekt, das sich am besten in die bestehende Konstellation einfügt. Die überwiegend positiven Reaktionen auf die Projektvorstellung zeigten, dass die Jury gut gewählt hat. Inzwischen liegen genauere Berechnungen darüber vor, was der Neubau kosten würde. «Wir haben mit einer Bausumme von leicht unter vier Millionen Franken gerechnet», gibt Stadtpräsident Martin Salvisberg an der Presse- und Parteienorientierung vom Montagabend zu. Die Berechnungen zeigen nun aber, dass mit einer Bausumme von 4,7 Millionen Franken gerechnet werden muss. Eine vertretbare Summe angesichts der Vorteile, die der Neubau der Stadt bringen wird. Die Anordnungen der Büros der sozialen Dienste lassen nämlich den Einbau sinnvoller Sicherheitsmassnahmen zu. Etwas, das heute noch nicht überzeugend gelöst ist. «Es wäre sehr schlimm, wenn einem unserer Mitarbeiter etwas passieren würde», betont Martin Salvisberg.

Getrennte Vorhaben, gemeinsame Abstimmung

Bei den beiden Projekten handelt es sich zwar um an sich getrennte Vorhaben, sie gelangen jedoch gemeinsam zur Abstimmung. Martin Salvisberg sagt, dass die Verwendung des alten Feuerwehrdepots auch unterschiedlich beurteilt werden könnte. «Es kann sein, dass jemand für den Umzug der Rettungsdienste ist, aber gegen die Erweiterung des Stadthauses», sagt er. Deshalb wolle man nicht einen Gesamtkredit beantragen.

Die Stadt sei sich dessen bewusst, dass das Kreditbegehren zu einer Zeit erfolge, in der andere Grossprojekte wie der Bau der neuen Sporthalle und das Garderobengebäude noch nicht umgesetzt seien. Die Rettungsdienste sollen jedoch nach Möglichkeit eine neue Lösung haben, bevor die neue Migros im Zentrum fertig gestellt und die Strassen durch den Verkehr blockiert sind.

Urnenabstimmung am 24. September

In diesen Tagen haben die Stimmberechtigten von Amriswil die Botschaft über zwei Kreditbegehren erhalten. Die Stadt möchte für 4,7 Millionen Franken den Abbruch der ehemaligen Feuerwehr-Einstellhalle und die Umsetzung eines Neubaus als Erweiterung zum Stadthaus realisieren. Das zweite Kreditbegehren in der Höhe von 670'000 Franken betrifft den Umbau des Annexbaus, in dem sich einige Räume und kleinere Garagen der Feuerwehr befanden. Hier wollen sich die Rettungsdienste einmieten, da ab diesem Standort die Wegfahrt besser gelöst ist als an der Rütistrasse. Die Spital Thurgau AG würde bereits vor Baubeginn einen langjährigen Mietvertrag für die Räumlichkeiten abschliessen. Die Miete von 2800 Franken monatlich würde die geplanten Investitionen finanzieren.

Bei einem positiven Ausgang der Abstimmung ist der Baubeginn für den Sommer 2018 geplant. Die Bauzeit dürfte rund zwölf Monate betragen. Abgestimmt wird am 24. September an der Urne.

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