Turnhalle Horn: «Ein Jahr des Improvisierens»

HORN. Der Zahn der Zeit nagt an der Horner Turnhalle, das ist offensichtlich. Deshalb soll das 40jährige Gebäude saniert und mit einem Bühnenanbau erweitert werden. Ein Millionenprojekt. Das Interesse an der Informationsveranstaltung am Donnerstagabend war gross.

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HORN. Der Zahn der Zeit nagt an der Horner Turnhalle, das ist offensichtlich. Deshalb soll das 40jährige Gebäude saniert und mit einem Bühnenanbau erweitert werden. Ein Millionenprojekt. Das Interesse an der Informationsveranstaltung am Donnerstagabend war gross.

«Weg vom 70er-Jahre-Stil»

Architekt Lukas Imhof stellte das Projekt vor. Eine moderne, lichtdurchflutete Halle soll entstehen. «Wir wollen weg vom 70er-Jahre-Stil», sagt Imhof. Neben einem Foyer und einem Mehrzweckraum mit Küche erhält die Halle einen grosszügigen Eingangsplatz sowie zehn Parkplätze. Der Bühnenanbau wird nordseitig an die Doppelturnhalle angebaut. Trennt man die Bühne von den Hallen ab, wird sie zu einem weiteren Raum, der beispielsweise für den Schulbetrieb genutzt werden könne. Kostenpunkt der Sanierung und Erweiterung: 7,96 Millionen Franken. Der im Projekt integrierte Kindergartenneubau kostet 1,24 Millionen Franken. Über den Kredit wird aus juristischen Gründen aber erst an der Horner Schulbürgerversammlung vom 16. Januar abgestimmt.

Halle ein Jahr nicht zugänglich

Über das Hallenprojekt entscheiden die Horner bereits am 18. Oktober an der Urne. Bei einem «Ja» beginnen die Bauarbeiten voraussichtlich im Juni 2016, die Einweihung ist auf Sommer 2017 geplant. Die Halle werde ein Jahr lang nicht benutzbar sein, bestätigt Schulpräsidentin Margrit Schrepfer. Die Turnlektionen müsse die Schule trotzdem abhalten. «Wir müssen uns Alternativen überlegen, etwa Schwimmen, in den Wald gehen oder Velofahren.» Auch Sportvereine nutzen die Halle. Zudem sei die Halle der einzige Ort im Dorf für grössere Veranstaltungen, meinte ein Votant. «Da muss es doch Aufgabe der Gemeinde sein, eine Lösung zu finden.»

Provisorium zu teuer

Man habe bereits Nachbargemeinden angefragt, ob man sich in deren Turnhallen einmieten könne, sagt Christoph Egli, in der Schulbehörde zuständig für die baulichen Belange. Da diese aber bereits durch eigene Vereine stark belegt sind, ist Egli wenig zuversichtlich. «Es wird ein Jahr des Improvisierens.» Ein Provisorium für ein Jahr wäre zu kostspielig. (lim)