Turner machen Fernsehen

Mettlen. An ihrer Abendunterhaltung bot die Turnerfamilie von Mettlen ihrem Publikum ein Fernsehprogramm. Die Bühne der Turnhalle war in einen überdimensionierten Fernsehapparat verwandelt worden.

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Hosenträger-Gymnastik. (Bild: hsl)

Hosenträger-Gymnastik. (Bild: hsl)

Mettlen. An ihrer Abendunterhaltung bot die Turnerfamilie von Mettlen ihrem Publikum ein Fernsehprogramm. Die Bühne der Turnhalle war in einen überdimensionierten Fernsehapparat verwandelt worden. Mit grossem technischen Aufwand lief über diesen «Bildschirm» am Samstagabend ein Programm, das sich durch witzige Filmbeiträge und Live-Interviews auszeichnete. Die bekannten TV-Sendegefässe wurden mit originellem Inhalt gefüllt. Kameramann Bruno Egger hat mit Regisseur Philipp Dickenmann und einer kleinen Gruppe von Turnern mehr als ein Dutzend «Filmbeiträge» realisiert.

Sie dokumentierten unter anderem den Baubeginn des Kreisels an der Hirschenkreuzung, die Einlagerung von Giftmüll aus Kölliken in der Lehmgrube der Ziegelei und eine Feuerbrand-Zwangsrodung mit Todesfolge. Dass dies alles nicht ernst gemeint war, merkte man am Verhalten der Darsteller. Ergänzt wurden die Filmbeiträge durch Interviews und Talk-Shows mit Moderatorin Sabrina Widler. Und dabei wurde das richtige Fernsehen oft sehr witzig karikiert.

Sechs Gruppen von Kindern und Jugendlichen präsentierten sich als Mäuse, Panzerknacker, Wetterfeen und Simpsons. Die Jugendriege turnte auf Polstermöbeln herum. Die Frauenriege mit dem Besenreigen, der Turnverein mit Barrenübungen, der Damenturnverein mit multisportiver Schau (Kung-Fu, Bodenturnen, Gymnastik mit und ohne Ball) und die Männerturner, bei deren Vorführung rote Hosenträger das wichtigste Requisit waren, weckten bei den zahlreichen Zuschauern Begeisterung. (hsl)

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