Turnen statt im Netz surfen

Das OpenSunday-Projekt Amriswil hat in seiner fünften Saison nichts an Attraktivität eingebüsst. Über 260 Kinder nutzten es.

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AMRISWIL. Ein gemeinsames Projekt der Stadt Amriswil, der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri und von IdéeSport mit Unterstützung von Swisslos Kanton Thurgau, Stiftung Helvetia Thurgau, Migros-Kulturprozent, Pro Juventute und Rudolf-und-Ursula-Streit-Stiftung hat sich durchgesetzt.

Es ist bereits die fünfte Saison, die das Projekt in Amriswil erlebte. Mit durchschnittlich 37 Kindern pro Sonntag entpuppte sich das Angebot einmal mehr als beliebter Treffpunkt für die Primarschulkinder. Das Team vor Ort leistete hervorragende Arbeit und bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung über das Winterhalbjahr.

Zahlen und Fakten

Nach 20 sportlichen Sonntagen hat das «OpenSunday Amriswil» die Türen der 5. Saison geschlossen. Das Team bot 261 Kindern über sechs Monate einen regelmässigen sportlichen Treffpunkt, es nahmen Mädchen und Jungs jeder Klassenstufe teil, wobei die Mittelstufe etwas stärker vertreten war als die Unterstufe. 55 Prozent aller Teilnehmenden gehen im Schulhaus Nordstrasse zur Schule und rund 30 Prozent sind aus dem Kirchstrassen-Schulhaus. Zudem durften Vertreterinnen und Vetreter aus den Schulhäusern Hemmerswil, Oberfeld, Sonnenberg, Oberaach oder Sommeri in der Sporthalle begrüsst werden.

Alternative ist Medienkonsum

In der zweiten Saisonhälfte führen die Coaches jeweils Interviews mit den Kindern durch. Unter anderem wird dabei erhoben, was bei den Kindern an einem Sonntag auf dem Programm steht, wenn kein «OpenSunday» stattfindet. Die erschreckende Auswertung zeigt, dass 66,7 Prozent der befragten Kinder Medien in Form von Gamen/Spielkonsole, Fernsehen oder im Internet surfen konsumieren.

Diese Zahl veranschaulicht, dass speziell im Winter die offene Sporthalle am Wochenende ein wichtiges Angebot ist, damit die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben können.

Projekt im Projekt

Das «OpenSunday» bietet aber nicht nur den Primarschulkindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, sondern ermöglicht auch den Oberstufenschülern, den Juniorcoaches, erste Erfahrungen für die bevorstehende Berufswelt zu sammeln. Die Coaches haben seit Projektstart im Oktober 2011 bereits 482 Einsätze geleistet. Der Aufgabenbereich umfasst Spiele anleiten, Teams bilden, Konflikte schlichten, Einschreibeliste führen, Zvieritisch vorbereiten und betreuen oder kleinere Blessuren verarzten. Die Coaches werden in ihrer Zuverlässigkeit und Selbstinitiative gefördert, im Umgang mit Konflikten geschult und die Selbstkompetenz wird gestärkt. (red.)