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TURNEN: Er übernimmt eine gute Riege

19 Jahre lang war Bruno Siegenthaler Präsident der Amriswiler Männerriege. Nun tritt Andreas Fässler in seine Fussstapfen. Er ist seit seiner Kindheit ein Turner.
Rita Kohn
Bruno Siegenthaler hat die Leitung der Männerriege an Andreas Fässler abgegeben. (Bild: Rita Kohn)

Bruno Siegenthaler hat die Leitung der Männerriege an Andreas Fässler abgegeben. (Bild: Rita Kohn)

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch

Er will kürzer treten. Mit über 70 Jahren gönnt sich Bruno Siegen-thaler etwas mehr Ruhe. Sein Amt als Präsident der Männerriege Amriswil hat er deshalb bei der letzten Hauptversammlung abgegeben: nach 19 Jahren. Doch ganz wird er den «Präsidenten» nicht los. Die Männerriege hat ihn zum Ehrenpräsidenten ernannt und damit für den langjährigen Einsatz geehrt.

Überraschend kam Bruno Siegenthalers Rückzug keineswegs. «Ich habe schon vor drei Jahren gesagt, dass ich mit 70 zurücktreten werde», sagt er mit einem Schmunzeln. Zunächst nahmen die Mitglieder die Ankündigung noch gelassen hin, denn die Zeitspanne war gross. Als die Suche nach einem neuen Präsidenten dann losging, hielt sich Bruno Siegenthaler zurück. «Es kann nicht Aufgabe eines Präsidenten sein, seinen eigenen Nachfolger zu suchen», sagt er. Die Männerriege wurde fündig, Andreas Fässler löst Bruno Siegenthaler ab.

Jemand, der sich auskennt

Mit dieser Wahl kann der ehemalige Präsident gut leben: «Man hat jemanden gewählt, der sich auskennt», sagt er zufrieden. Tatsächlich ist Andreas Fässler jemand, der den Riegenbetrieb schon seit früher Kindheit kennt. «Ich habe der Reihe nach alle Riegen durchlaufen», sagt der neue Präsident mit einem Lachen. Das ist heute gar nicht mehr so einfach. Denn in Amriswil gibt es derzeit keine Jugendriege mehr. «Die Situation hat sich verändert», stellen der bisherige und der neue Präsident gemeinsam fest. Das bekommt auch die Männerriege zu spüren. Früher musste sich die Riege keine Gedanken über den Nachwuchs machen, dieser stiess aus dem regulären Riegenbetrieb dazu. Heute sieht das anders aus.

Noch ist die Männerriege eine recht stattliche Abteilung, doch besteht sie aus einer zunehmenden Zahl von Passivmitgliedern, die dem aktiven Turnbetrieb fern bleiben. «Sie sind uns lieb», versichert Andreas Fässler. Denn ein Merkmal der Männerriege ist es, dass der gesellschaftliche Teil ebenfalls eine grosse Rolle spielt und die gemeinsamen Unternehmungen, bei denen dann auch viele der Passivmitglieder dabei sind, einen wichtigen Teil des Betriebs ausmachen. Allerdings kommt die sinkende Zahl von Aktivmitgliedern dann zum Tragen, wenn es darum geht, Veranstaltungen wie etwa den Kantonalen Spieltag durchzuführen.

Faustball ist längst abgelöst worden

War die Männerriege einst stark in der Kategorie Faustball, gibt es in Amriswil heute keine Mannschaft mehr. «Es hat sich zum Volleyball verlagert», sagt Bruno Siegenthaler. Für Andreas Fässler ist das der normale Verlauf der Zeit. Heute werde dem polysportiven Aspekt viel Beachtung geschenkt, sagt der Präsident. Das kommt auch den Männern zugute, die sich in einem Verein sportlich betätigen möchten, aber keine Riegen-Karriere hinter sich haben. Sie sind in der Männerriege herzlich willkommen. «Wir trainieren einmal wöchentlich, jeweils am Donnerstag ab 20.15 Uhr in der Sporthalle Tellenfeld. Wer schnuppern möchte, ist herzlich willkommen», versichert Andreas Fässler.

Der frischgebackene Präsident geht sein Amt mit Gelassenheit an: «Ich übernehme eine gut geführte Riege und muss nicht gross etwas verändern.» Er könne sich bei seiner Arbeit auch auf einen guten Vorstand und optimale Leute stützen.

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