Trotz Defizit bleibt der Steuerfuss

Das Budget 2015 der Politischen Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf rechnet mit einem Rückschlag von rund 400 000 Franken. Die Steuerzahler müssen deswegen aber nicht tiefer in die Tasche greifen.

Georg Stelzner
Merken
Drucken
Teilen
Das Gemeindehaus an der Hauptstrasse in Zihlschlacht. (Bild: Reto Martin)

Das Gemeindehaus an der Hauptstrasse in Zihlschlacht. (Bild: Reto Martin)

ZIHLSCHLACHT-SITTERDORF. Das Budget 2015, über welches die Gemeindeversammlung nächste Woche befinden wird, basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 55 Prozent. Bei einem angenommenen Aufwand von 5 Mio. Franken und einen erwarteten Ertrag von 4,6 Mio. Franken resultiert ein Defizit von 398 210 Franken. Der Gemeinderat beantragt, den prognostizierten Rückschlag mit dem vorhandenen Eigenkapital zu verrechnen.

Vieles nicht beeinflussbar

Der Gemeinderat stellt in der Botschaft fest, dass vor allem die Kosten für die Berufsbeistandschaft, die Mieterschlichtung, die Pflegefinanzierung, die Spitex-Versorgung und die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe (früher: Sozialhilfe) gestiegen seien. «Diese Aufwendungen sind kaum oder gar nicht beeinflussbar und ein Ausfluss der Gesetzgebung sowie der gesellschaftlichen Veränderungen», schreibt die Behörde. Der Gemeinderat betont, dass mit Ausnahme von Dienstaltersgeschenken keine generellen Lohnerhöhungen für das Personal vorgesehen seien.

Ausserordentliche Aufwendungen betreffen im Jahr 2015 das Schiesswesen. So enthält der Voranschlag 56 000 Franken (netto) für den Ersatz der elektronischen Trefferanzeige und 20 000 Franken für den Ersatz des Holzbodens im Schützenhaus.

Die Investitionsrechnung fällt umfangmässig zwar vergleichsweise bescheiden aus, steht aber doch mit einem Gesamtbetrag von 846 000 Franken zu Buche.

Zwei Kreditanträge

Die beiden Kreditbegehren des Gemeinderates belaufen sich auf insgesamt 290 000 Franken. Im Hinblick auf die Sanierung und den Umbau des Gemeindehauses ist eine Projektierung nötig. Dafür sind 110 000 Franken vorgesehen. Der Gemeinderat verweist auf die baulichen, energetischen und betrieblichen Mängel des 1958 errichteten Gebäudes. Die Sanierungsmassnahmen dienten dem Erhalt der Bausubstanz und der verbesserten Energienutzung.

Für eine Wertstoffsammelstelle an der Langäckerstrasse in Sitterdorf beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 180 000 Franken. Die EKT AG würde der Politischen Gemeinde ein rund 700 m² grosses Areal auf Mietbasis zur Verfügung stellen. Bezüglich Ausstattung soll sich die neue Anlage weitgehend an jener in Zihlschlacht orientieren.

Gemeindeversammlung: Mittwoch, 26. November, 20 Uhr; Mehrzweckhalle, Zihlschlacht.