Trinkler und Tanner für die SVP

Die SVP des Bezirks Arbon will angemessen im neuen Bezirksgericht vertreten sein. Deshalb schlägt sie die 31jährige Mirjam Trinkler zur Wahl vor. Laienrichter Moritz Tanner tritt wieder an.

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Mirjam Trinkler (Bild: pd)

Mirjam Trinkler (Bild: pd)

Einstimmig nominierte die SVP Bezirk Arbon Mirjam Trinkler, Steinebrunn, als Berufsrichterin für das Bezirksgericht Arbon. Das schreibt die Partei in einer Medienmitteilung. Der neue Bezirk Arbon setzt sich aus den bisherigen Gemeinden und zusätzlich der Stadt Amriswil zusammen.

«Frauen endlich auch vertreten»

Mit der Neueinteilung der Bezirke sowie der neuen Zivil- und Prozessordnung, die ab 1.

Januar 2011 landesweit gilt, werden ans Bezirksgericht Arbon ein Präsident und drei Berufsrichter gewählt. Alle dürfen neu keinen anwaltlichen Tätigkeiten mehr nachgehen. «Bis jetzt war die SVP mit einem Wähleranteil von über 30 Prozent am Bezirksgericht Arbon massiv untervertreten», schreibt die Partei. Mit Moritz Tanner stellte sie einen einzigen Laienrichter.

Nun portiert die Bezirks-SVP mit Mirjam Trinkler eine 31jährige, fachlich bestens ausgewiesene Frau, wie sie schreibt. Somit seien die Frauen bei den Berufsrichtern im Bezirksgericht neben den bisherigen drei wieder kandidierenden Männern endlich auch vertreten, hält die Bezirks-SVP fest.

In Amriswil aufgewachsen

Mirjam Trinkler, in Amriswil aufgewachsen, schloss ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Uni St. Gallen 2003 mit dem Lizenziat ab. 2007 beendete sie ihre Ausbildung mit dem Anwaltspatent.

Nach einem Praktikum beim Bezirksgericht Frauenfeld war sie in einer Anwaltskanzlei in Weinfelden tätig. Seit 2007 arbeitet Trinkler im Rechtsdienst des Sicherheits- und Justizdepartementes des Kantons St. Gallen. Für sie bedeutet das Richteramt eine faszinierende, vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit, die sie schon lange reizt.

Als die Anfrage gekommen sei, habe sie nach Gesprächen mit einem ebenfalls jungen Bezirksgerichtspräsidenten und weiteren Fachpersonen rasch entschieden, die Chance zu packen. Eine nachvollziehbare, verständliche und pragmatische Rechtsprechung sei ihr wichtig. Die Delegierten der Bezirks-SVP stimmten der Nomination einstimmig zu – so wie jener von Laienrichter Moritz Tanner. (red.)

Moritz Tanner (Bild: pd)

Moritz Tanner (Bild: pd)