Treichler waren früh unterwegs

MÄRSTETTEN. An Silvester 2012 war alles anders: Die Märstetter Glockenträger weckten das Dorf eine Stunde früher, zu Ehren von Gründungsmitgliedern.

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MÄRSTETTEN. An Silvester 2012 war alles anders: Die Märstetter Glockenträger weckten das Dorf eine Stunde früher, zu Ehren von Gründungsmitgliedern. «Wir trauten unseren Ohren nicht, als wir am Silvestermorgen bereits kurz nach drei Uhr die Glocken hörten», sagen Albert Müller und Peter Gremlich, die vor dreissig Jahren die Märstetter Silvester-Treichler ins Leben gerufen hatten. Tatsächlich hatten die Treichler in aller Heimlichkeit beschlossen, dieses Mal eine Stunde früher zu beginnen und die beiden mit einem speziell hergerichteten Einachser daheim abzuholen.

Der Zug der dreissig Treichlerinnen und Treichler bewegte sich, angeführt vom speziellen Jubiläumsgefährt, ins Dorf. Zwischendurch legte der Zug immer wieder eine Ruhepause ein. «Die Starken unter den Treichlern tragen zwanzig Kilogramm auf ihren Schultern», sagt Peter Gremlich.

Zufrieden blicken die Treichler zurück auf ihr Jubiläums-Silvestertreicheln, und alle sind sich einig: Diesen Brauch will man auch in Zukunft pflegen. Eine vierköpfige Arbeitsgruppe wird nun abklären, ob in Märstetten die Durchführung des Eidgenössischen Treichlertreffens 2017 machbar wäre. (le.)