Traktorenparade

Am Burehof-Fäscht in Reuti bei Mettlen war am Samstag das Hürlimann-Traktorentreffen ein Publikumsmagnet. Zwei Musikgruppen sorgten zudem für beste Feststimmung.

Rudolf Steiner
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Die alten Hürlimann-Traktoren kamen zum Teil von weit angereist. (Bild: rst)

Die alten Hürlimann-Traktoren kamen zum Teil von weit angereist. (Bild: rst)

Reuti. «Wir wussten überhaupt nicht, mit wie viel Besuchern und Besucherinnen wir an unserem 1. Hürlimann-Traktorentreffen rechnen konnten», so Werner Lörtscher, der Präsident der organisierenden Musikgesellschaft Helvetia Mettlen. Angemeldet hatten sich 80 Teilnehmer, kurz vor Samstagmittag waren es aber mit insgesamt 155 Traktoren schliesslich fast doppelt so viele.

Publikum kam in Scharen

Auch das Publikum strömte in Scharen ins kleine Bauerndorf bei Mettlen, wie es in der Vorwoche Hans Hürlimann, der Sohn des Firmengründers mit dem gleichen Namen bei seinem Besuch auf dem Hof von Roman Krucker prophezeit hatte. So waren bei der Parade der über 150 alten und neuen Traktoren am Nachmittag bei der Prämierung gegen 800 Zuschauer und Zuschauerinnen rund um den Traktorenparkplatz anwesend.

Als ältester Traktor wurde ein 1K8-Schlepper von Heinz Steffen aus Weinfelden aus dem Hürlimann-Gründungsjahr 1929 ausgezeichnet. Der Traktor hat einen 1-Zylinder-Motor und leistet 8 PS. Als Fahrer mit dem weitesten Weg konnte der 28jährige Landwirt Andreas Wohlwend aus Sennwald im St. Galler Rheintal ausgezeichnet werden, der mit seinem H351 für die 90 Kilometer übers Toggenburg in den Thurgau zweieinhalb Stunden brauchte.

Vierspänner mit Zapfbier

Am frühen Abend gab es dann für alle durstigen Kehlen direkt ab dem Zapfhahn des Haldengut-Bierfuhrwerks mit den vier vorgespannten englischen Kaltblutpferden Harry, Maverick, Flair und Daisy Gratisbier. Und wer sich selber auf einen Traktor setzen und seine Geschicklichkeit testen wollte, hatte Gelegenheit, sich bei einem Test mit einer Traktorenladeschaufel zu versuchen.

Am Abend sorgte im Festzelt die Hornbergmusik aus Ellenberg D bei den 350 Festbesuchern und -besucherinnen bis um Mitternacht für eine ausgelassene Stimmung. Und Mitternachtsschwärmer konnten das Fest noch bis in den Morgen in der Chuestallbar geniessen.

Gottesdienst und «Kibitzen»

Als Abschluss des 3. Burehof- Fäschtes hielten am Sonntagmorgen der evangelische Pfarrer Christian Scharpf aus Bussnang und der katholische Pfarrer Marcel Ruepp aus Wuppenau

vor mehreren Hundert Besucherinnen und Besuchern den bereits traditionellen ökumenischen Gottesdienst. Und für den musikalischen furiosen Ausklang sorgten die 22 Musikanten und Musikantinnen der Kemmentaler Kibitzen nach dem Motto «Was wär ein Festzelt ohne Blasmusik».