Tischmesse kommt in Fahrt

Die von Roland Geiger initiierte Bischofszeller Tischmesse findet immer grösseren Anklang. Die Bitzihalle war am Sonntag ein vielbesuchter Ort.

Georg Stelzner
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Die Bischofszeller Tischmesse gab nicht nur einen Überblick über die Produkte der ausstellenden Firmen; sie wurde auch rege zur Kontaktpflege genutzt. (Bilder: Hanspeter Schiess)

Die Bischofszeller Tischmesse gab nicht nur einen Überblick über die Produkte der ausstellenden Firmen; sie wurde auch rege zur Kontaktpflege genutzt. (Bilder: Hanspeter Schiess)

BISCHOFSZELL. Lange auf die Folter gespannt wurde Organisator Roland Geiger nicht. Bereits in den Vormittagsstunden übte die zum zweiten Mal durchgeführte Veranstaltung eine grosse Anziehungskraft aus. 41 Aussteller, davon die Hälfte aus Bischofszell selbst, präsentierten ihr Angebot auf einheitlich grossen Tischen.

Bedürfnis vorhanden

Geiger rief die Tischmesse im Vorjahr ins Leben, nachdem der Gewerbeverein die traditionsreiche Bigwa auf Eis gelegt hatte.

Er wollte auf die Gelegenheit, sein Geschäft einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren, nicht verzichten und schritt umgehend zur Tat. Der Umstand, dass heuer fünf Aussteller mehr als bei der Premiere gezählt worden sind, bestärkt Geiger in der Ansicht, «dass Bischofszell eine Ausstellung braucht». Das gesteigerte Interesse führte dazu, dass diesmal die ganze Halle in Anspruch genommen und das Restaurant ins Foyer disloziert wurde.

Neu war auch die erstmalige Durchführung eines Wettbewerbs, bei dem Sachpreise im Wert von rund 700 Franken gewonnen werden konnten.

Lob von allen Seiten

Komplimente zuhauf für die noch junge Tischmesse gab es von Ausstellern wie von Besuchern. «Ich gehe gern an solche Anlässe, weil man da immer viele Leute trifft», verriet Hansueli Steinmann seine Motivation.

Die Bigwa habe zwar mehr Festcharakter gehabt, doch die Atmosphäre an der Tischmesse empfinde er als angenehm. Dem Bischofszeller gefällt das Konzept, und er betrachtet sein Erscheinen auch als Unterstützung für den Veranstalter. Beatrice Zürcher aus Bischofszell zollt der Idee Beifall, allen Ausstellern genau gleich viel Platz zur Verfügung zu stellen.

«Für mich ist es interessant zu vergleichen, wie die Firmen auf einer eher kleinen Fläche ihr Angebot präsentieren.»

Ausgezeichnet war die Stimmung auch unter den Ausstellern. Für Nicole Marbach aus Bischofszell ist die Tischmesse eine ideale, kostengünstige Gelegenheit, um ihr Geschäft vorzustellen: «Die Bigwa wäre für mich zu gross.» Nachdem er 2009 wegen einer Terminkollision hatte passen müssen, liess sich Ralph Lehmann die Gelegenheit heuer nicht entgehen.

«Die Tischmesse ist sympathisch und unkompliziert», stellte der Bischofszeller fest, der seine Teilnahme vor allem für persönliche Kundenkontakte nutzte. Herbert Brüllmann aus Güttingen gehörte zu den auswärtigen Ausstellern und nahm nach den guten Erfahrungen des Vorjahrs gestern zum zweiten Mal teil. Seine Begründung: «Der Aufwand ist klein, die Ausstellung überschaubar.» Zudem vertrete er die Meinung, dass sich Gewerbebetriebe regelmässig zeigen müssten, um nicht vergessen zu werden.

Auch nächstes Jahr wieder

«Ich habe keine exakten Zahlen, aber es waren bestimmt mehr Besucher hier als im Vorjahr», freute sich Roland Geiger gestern abend und machte sich bereits Gedanken über die dritte Auflage der Tischmesse. Unter Einbezug der Bühne könnten bis zu 50 Aussteller in der Bitzihalle Platz finden, schätzte der Veranstalter. Das Datum steht schon fest: Es wird der 30. Oktober 2011 sein.

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