Thurgiswil hat seinen Star zurück

Ein beinahe ausverkauftes Pentorama zur Premiere des Musicals «Heicho» und überall viele zufriedene, glückliche Gesichter. Die Oberthurgauer Festspiele starten erfolgreich in ihr neustes Werk unter Regisseur Marcel Wattenhofer, aus der Feder von Hauptdarsteller Heiner Gabele.

Manuel Nagel
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Das Musical «Heicho» bringt einen Hauch von Hollywood und Glamour in den Oberthurgau und überzeugt mit seinem funktionalen Bühnenbild und den vielfältigen Kostümen, alles mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. (Bild: Manuel Nagel)

Das Musical «Heicho» bringt einen Hauch von Hollywood und Glamour in den Oberthurgau und überzeugt mit seinem funktionalen Bühnenbild und den vielfältigen Kostümen, alles mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. (Bild: Manuel Nagel)

AMRISWIL. Am Ende gibt es stehende Ovationen von den 500 Zuschauern, die am Donnerstagabend zur Premiere des Musicals «Heicho» erschienen und nicht enttäuscht worden sind.

Zwei Stunden Unterhaltung

Passend zur Geschichte um einen Hollywoodstar, der zwölf Jahre nach seiner Flucht aus dem Provinzmief wieder in sein fiktives Heimatdorf Thurgiswil zurückkehrt, verteilt Organisatorin Conny Balzer Oscars für die besten Akteure auf der Bühne, hinter den Kulissen und auch für das beste Publikum. Für kaum jemanden im Pentorama überraschend, gehen sämtliche Auszeichnungen an «Heicho».

Die Prämierungen sind wohlverdient, denn die zwanzig Akteure auf der Bühne bieten den Anwesenden während mehr als zwei Stunden Unterhaltung, musikalisch unterstützt von der Atlantis Big Band unter der Leitung Gilbert Tinners.

Liveband ist ein Gewinn

Dass die Stücke auch live und nicht nur ab Konserve gespielt werden, ist ein Gewinn und trägt zur speziellen Atmosphäre mit bei. Deshalb stört es auch nicht, wenn die Musiker phasenweise die Sängerinnen und Sänger leicht übertönen und sich in der Lautstärke wieder etwas zurücknehmen müssen.

Viel Lob für das Bühnenbild

Ein Lied jagt das nächste, und als Besucher wähnt man sich in einem Medley aus Hits der 70er-Jahre, in denen die Handlung rund um den Helden Johnny K. auch spielt, bis hin zu alten Mundartklassikern wie «Margritli» und modernen Popsongs.

Viel Lob gibt es nach der Show auch für das Bühnenbild und die Kostüme, was alles so professionell erscheinen lässt, dass man dabei ganz vergisst, dass keiner der Akteure seinen Lebensunterhalt mit Musicals bestreitet.