Thurgau für Wolf nicht attraktiv

Wie weit wagen sich Wölfe vor, sind sie auch im Thurgau zu erwarten? Wildhüter Rolf Wildhaber, der im Kanton St. Gallen tätig ist, wies an der Meise-Hauptversammlung auf die Karte der Wolfsbesiedelung hin.

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Wie weit wagen sich Wölfe vor, sind sie auch im Thurgau zu erwarten? Wildhüter Rolf Wildhaber, der im Kanton St. Gallen tätig ist, wies an der Meise-Hauptversammlung auf die Karte der Wolfsbesiedelung hin. Noch sind die Ansiedelungen in der Schweiz gering, und der Thurgau ist kein typisches Gebiet, das den Wolf locken könnte.

Sieben Generationen ohne Wolf

Am Calanda finden Wolfsrudel bei der Gamspopulation einen gutgedeckten Tisch. «Wir sind die siebte Generation, die die Zeit der Wölfe nicht mehr erlebt hat», sagte er. Für das Zusammenleben Mensch und Wolf gibt es gute Regeln: Wölfe dürfen nie gefüttert werden, sonst bringen sie den Menschen mit ihrem Futter in Beziehung. Verletzten Tieren sowie Jungwölfen soll man sich nicht nähern. Der Wolf ist das am zweitmeisten verbreitete Säugetier der Welt.

Herden bewachen

Als Pendant führte Jenny Dornig in Ausbildung und Wesen der Herdenschutzhunde ein. Sie bildet Jungtiere aus, die später Schaf- und Ziegenherden bewachen. Herdenschutzhunde wachsen als Welpen fast wie Familienmitglieder jener Tiere heran, die sie später bewachen – sie verteidigen ihr Zuhause. Instinkt und Verantwortung sind ihnen angeboren.

Hunde können unterscheiden

Touristen, die den Hunden unvertraut sind, werden «angesprochen»: Biker steigen ab, Wanderer bewegen sich langsam und eher am Rand der Herde, eigene Hunde werden angeleint. Herdenschutzhunde unterscheiden den Menschen vom aggressiven Wolf oder Bär. Dieser stört sie, gefährdet aber ihre Tiere nicht.

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