Thomas Gmünder in Udos Bademantel

ARBON. Die Stadtmusik Arbon begeisterte im Seeparksaal ein zahlreiches Publikum mit perfekt vorgetragenen Kompositionen und Arrangements aus verschiedenen Epochen. Das Corps erwies mit einem Medley auch dem verstorbenen Udo Jürgens die Ehre.

Erwin Schönenberger
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Im weissen Bademantel statt im schwarzen Anzug: Thomas Gmünder dirigiert das Udo-Jürgens-Medley. (Bild: Erwin Schönenberger)

Im weissen Bademantel statt im schwarzen Anzug: Thomas Gmünder dirigiert das Udo-Jürgens-Medley. (Bild: Erwin Schönenberger)

Die Unterhaltungskonzerte der Stadtmusik Arbon im Seeparksaal entwickeln sich immer mehr zu einem Publikumsmagneten, wie der gute Besuch am Samstagabend zeigte. Unter der Leitung von Thomas Gmünder hat sich das Arboner Orchester zu einem stattlichen, qualitativ hochstehenden Klangkörper entwickelt. Dank guter Beziehungen in der Blasmusikszene schafft es der Dirigent immer wieder, schwach besetzte Register durch Zuzüger zu verstärken.

Musikalisch umgesetzte Bilder

Das Programm unter dem Motto «The History of Music» beinhaltete vor allem sogenannte Programmmusik, also Kompositionen und Arrangements, bei denen man sich das Geschehen bildhaft vorstellen kann. Die hohe Qualität zeigte sich schon im festlichen «Badenweiler-Marsch». Mit einem grossen Zeitsprung wurden die Besucher nach «Ithaka», der mythischen Heimat des Odysseus, entführt. Bei diesen spannenden und modernen Klängen konnte man sich die dramatischen Ereignisse gut vorstellen. Eine gute Einführung in die gespielten Stücke war auch dem versierten Moderator Oliver Büchi zu verdanken. So schaffte man problemlos den musikalischen Sprung in die Karibik mit der eindrücklichen Filmmusik von Hans Zimmer. Zum besonderen Effekt trug auch der düstere Gesang einer Solistin und des ganzen Orchesters bei. Zahlenmässig bescheiden präsentiert sich immer noch der Nachwuchs der Stadtmusik Arbon, obschon die Musikschule Arbon-Horn laufend junge Musikanten ausbildet. Überzeugend aber der Auftritt des kleinen Orchesters mit den dem Können angepassten Stücken.

Vom Swing bis zu Udo Jürgens

Mit einem Swing, arrangiert in einer Solistenparade der einzelnen Register, begeisterte die Stadtmusik dann das Publikum und setzte mit einer tschechischen Polka einen musikalischen Gegenpart. Für einen Höhepunkt sorgte der Solist Jozsef Luczek mit der packend gespielten Melodie aus «Zwei glorreiche Halunken» des Filmkomponisten Ennio Morricone, bevor es mit «Fantomas» nochmals in die Welt des Films ging. Nach dem Tod von Udo Jürgens hört man an vielen Konzerten seine unvergleichlichen Songs. Dazu passend dirigierte in einem Udo-Jürgens-Medley Thomas Gmünder in Udos Bademantel-Outfit. Das Publikum forderte Zugaben und kam so in den Genuss eines Mambos, den Thomas Gmünder eigens für die Stadtmusik arrangiert hatte. Auch der «Thurgauermarsch» von Ehrendirigent Heinrich Steinbeck durfte zum Abschluss nicht fehlen.

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