Teurer, aber sehr schön

WEINFELDEN. Der Gemeinderat hat am Freitag einen Schlussstrich unter die Sanierung des Foyers und der Toilettenanlagen im «Thurgauerhof» in Weinfelden gezogen. Bilanz: Sanierung gelungen, aber Voranschlag überschritten.

Esther Simon
Drucken
Teilen
Sie freuen sich über das neue Foyer im «Thurgauerhof»: Hoteldirektor Beat Engel, Martin Belz, Chef des Weinfelder Bauamtes, und Gemeinderat Thomas Bornhauser. (Bild: Andrea Stalder)

Sie freuen sich über das neue Foyer im «Thurgauerhof»: Hoteldirektor Beat Engel, Martin Belz, Chef des Weinfelder Bauamtes, und Gemeinderat Thomas Bornhauser. (Bild: Andrea Stalder)

WEINFELDEN. Die Feuertaufe hat das Foyer an der Wega 2014 bestanden. Abhaken kann der Gemeinderat die Sanierung und den Umbau im «Thurgauerhof» aber erst jetzt, nachdem die Bauabrechnung über alle Arbeiten vorliegt.

Die Abrechnung weist zwar eine Kostenüberschreitung aus (siehe Kasten). Aber in Anbetracht der erbrachten Mehrleistungen sei die Überschreitung doch relativ gering, sagte Thomas Bornhauser, Gemeinderat und Verantwortlicher des Ressorts Hochbau, am Freitag im Foyer. So wurden zur Verbesserung der Wärmedämmung Fenster nicht nur im Foyer, sondern gleich auch im grossen und im kleinen Saal ausgewechselt. Ein Defibrillator wurde installiert – damit könnten Menschen mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand wiederbelebt werden.

Zusätzliche Arbeiten

«Schliesslich mussten wir zusätzliche Brandschutzauflagen erfüllen», sagte Bornhauser. Diese Arbeiten seien aufwendiger gewesen als erwartet. In diesem Sommer erfolgten weitere Sanierungsmassnahmen. Im grossen und im kleinen Saal wurden die Bodenbeläge saniert respektive ausgetauscht. Im kleinen Saal mussten Vorhänge und Jalousien ersetzt werden, weil sie defekt und nicht mehr funktionstüchtig waren. Was jetzt noch folgt, ist der teilweise Ersatz der Beleuchtung im grossen Saal. Thomas Bornhauser geht davon aus, «dass in den nächsten Jahren keine grösseren Posten mehr anstehen.»

Sowohl Thomas Bornhauser als auch Martin Belz, Chef des Weinfelder Bauamtes, bezeichnen das sanierte Foyer als «erfreulich, sowohl von der Funktionalität als auch von der Ästhetik her». Es präsentiere sich nun in einem helleren, freundlichen Kleid. Die sanierten Flächen hätten sich bewährt. Die Reaktionen der Nutzer seien positiv.

Überraschte Gäste

Diese Aussage kann Beat Engel, Direktor im «Thurgauerhof», bestätigen. Die Nutzer würden das renovierte und umgebaute Foyer sehr schätzen, sagt Engel. «Die regelmässigen Gäste, die den alten Raum noch kannten, sind überrascht, wie schön er geworden ist.» Jene Gäste allerdings, die zum erstenmal im «Thurgauerhof» buchen, fänden das Foyer «normal». Ein Beweis dafür, dass sich der «Thurgauerhof» mit anderen modernen Kongresszentren auf einer Linie befindet.