Terra Nova in luftiger Höh

STEINACH. Nach der Überarbeitung der Projektpläne ist klar: Das Hochhaus, das HRS im östlichen Teil des Saurer WerkZwei auf Steinacher Gebiet realisieren will, erreicht eine Höhe von 64,1 Metern.

Max Eichenberger
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Projektstudie des geplanten HRS-Hochhauses beim Kantonsstrassenkreisel Süd. (Bild: pd)

Projektstudie des geplanten HRS-Hochhauses beim Kantonsstrassenkreisel Süd. (Bild: pd)

Über den Sockelgeschossen wird das von den Zürcher Architekten Gmür & Geschwentner projektierte Hochhaus auf einer Gebäudefläche von 38 Metern Länge und 22 Metern Breite in die Höhe ragen – mit insgesamt 19 Geschossen und technischen Aufbauten. Der Gemeinderat Steinach hat den Gestaltungs- und Teilzonenplan Terra Nova – diesen Namen trägt das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt – verabschiedet, wie die Kanzlei mitteilt. Jetzt werden sie von den kantonalen Instanzen geprüft. Zu einem späteren Zeitpunkt ist eine öffentliche Information vorgesehen.

«Markanter Abschluss»

Seitdem die Testplanung über das gesamte Saurer-Areal lief – vor mittlerweile zehn Jahren –, sind die groben Leitplanken gesetzt, was auf dem riesigen Gelände dereinst möglich werden soll. Inzwischen hat HRS schon verschiedene Projekte konkret am Laufen. Dieser Phase rücken nun auch die Hochhauspläne auf Steinacher Boden näher. Einen «markanten Abschluss» der neuen Stadtkante der Kantonsstrasse entlang sah bereits die Testplanung vor – in der Gestalt eines Hochhauses.

HRS übernahm Planungsidee

Diese Planungsidee hat HRS dann nach dem Erwerb des ganzen Saurer-Areals übernommen und weiterentwickelt. Vor zehn Monaten war das siegreiche Wettbewerbsprojekt vorgestellt worden. Zuvor noch orakelte man munter über die Höhe einer Überbauung. Aus den Traktanden gefallen ist ein Vorschlag, der einen 110 Meter hohen Wolkenkratzer vorsah. Auch das Siegerprojekt war zunächst höher geplant als die 64 Meter nach der Überarbeitung.

Stattliche Freifläche

Das Konzept sieht eine Mischnutzung vor: Gastronomie, Gewerbe und Dienstleistung in den unteren Geschossen, darüber rund 90 Mietwohnungen. Noch befindet sich das Gelände in der Industriezone. Neben dem kompakten Baugrundstück verbleibt eine rund 10 000 Quadratmeter grosse Freifläche; diese soll in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen überführt werden. Das biete einen Spielraum für deren Gestaltung, sagt HRS-Entwickler Michael Breitenmoser. Da sei vieles möglich, und Steinach könne mitreden. Dem Gemeinderat ist diese Freifläche wichtig. Generell sieht er es positiv, «wenn in der Nähe des Sees und von Wohnquartieren anstelle von Industrien attraktive Gewerbe- und Wohnflächen geschaffen werden».

Studien zu Wegverbindungen

Ursprüngliche Ideen sahen einen parkähnlichen Raum vor. Derzeit liefen Studien, sagt Breitenmoser. Auch dazu, wie die im Richtplan aufgeführten Fuss- und Velowegverbindungen anzulegen sind. Dies betrifft die Erschliessung wie den Zugang – über oder unter den Bahn-/Strasse-Trassees – zum See. Eine Fortsetzung des Aachweges ab der Schöntalstrasse hat Arbon schon lange im Sinn. Zu verhandeln sein wird noch, wer sich zu welchen Teilen finanziell beteiligt – wenn denn die Lösungen konkret auf dem Tisch sind.

Klar ist mittlerweile, dass es zwei Tiefgaragengeschosse geben wird. Neben einem Gastgewerbebetrieb im Erd- ist zudem auf der Terrasse des obersten Geschosses «eine halböffentliche Nutzung für besondere Anlässe» vorgesehen. Laut Michael Breitenmoser rechnet HRS mit einem Investitionsvolumen von 60 bis 70 Millionen Franken.

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