Tendenziell mehr Bücher gebracht als mitgenommen

AMRISWIL. Vor zweieinhalb Jahren wurde aus der alten Telefonkabine bei der Bushaltestelle vor dem Amriswiler Stadthaus eine Bücherkabine. Sie funktioniert ganz einfach: «Bücher nehmen. Bücher geben. Kostenlos und ohne Anmeldung.» Entsprechend gering ist der Aufwand für die Stadt.

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Die Bücherkabine. (Bild: pd)

Die Bücherkabine. (Bild: pd)

AMRISWIL. Vor zweieinhalb Jahren wurde aus der alten Telefonkabine bei der Bushaltestelle vor dem Amriswiler Stadthaus eine Bücherkabine. Sie funktioniert ganz einfach: «Bücher nehmen. Bücher geben. Kostenlos und ohne Anmeldung.» Entsprechend gering ist der Aufwand für die Stadt. «Bisher habe ich lediglich einmal ausgemistet und sehr vergilbte, unansehnliche Bücher weggeworfen», sagt der Amriswiler Kulturbeauftragte Andreas Müller.

Statistik über die Nutzung der Bücherkabine werde nicht geführt, doch habe er schon zu fast jeder Tages- und Nachtzeit Personen im Angebot stöbern sehen. Tendenziell würden mehr Bücher gebracht als mitgenommen, so Andreas Müller. Erfreulich ist sicherlich, dass das Angebot dem Zweck entsprechend genutzt wird und bisher kein Unfug mit den Büchern getrieben wurde.

Während Bücherkabinen bzw. -schränke in deutschen Städten verbreitet sind, trifft man sie in der Schweiz nach wie vor selten an. Hoch ist die Dichte hingegen im Fürstentum Liechtenstein, wo Müller kürzlich in Vaduz auf ein schmuckes Exemplar gestossen ist.