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Tausendsassa im Freudentaumel

ROMANSHORN. Gestern abend hat die Stadt Romanshorn den Texter, Moderator und Poeten Christoph Sutter mit dem Kulturpreis 2015 ausgezeichnet. Seine Talente würden für mehrere Menschen reichen, sagte Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann.
Markus Schoch
Christoph Sutter hält die Urkunde in der Hand und nimmt den Applaus entgegen. (Bild: Reto Martin)

Christoph Sutter hält die Urkunde in der Hand und nimmt den Applaus entgegen. (Bild: Reto Martin)

Christoph «Stöff» Sutter ist allgegenwärtig in Romanshorn. Und er findet immer die richtigen Worte. Egal bei welcher Gelegenheit. Der 53-Jährige sitzt als eloquenter Moderator auf der Bühne, wenn Fachleute auf Einladung der Romanshorner Parteien über die Sozialhilfe diskutieren. Er führt ebenso souverän durch den Abend und plaudert mit Bundesrat Ueli Maurer, wenn die Stadt und die Schweizerische Bodensee Schifffahrt die neue Hafenplattform einweihen. Und er macht auch im Froschkostüm eine gute Figur, wenn die Fasnächtler am Narrenabend eine verdiente Persönlichkeit ehren.

Christoph Sutter bereichert das öffentliche Leben von Romanshorn seit über 20 Jahren. Auch als «Leuchtturm»-Autor in der Thurgauer Zeitung. Dafür hat ihm die Stadt gestern den Kulturpreis des Jahres 2015 verliehen. Das Publikum im vollbesetzten Kino Roxy spendete Sutter im Stehen langen und lauten Applaus.

Einzigartiges Schaffen

«Sein breites künstlerisches und kulturvermittelndes Schaffen ist in dieser Tiefe, Breite und Nachhaltigkeit einzigartig», lobt die Kulturkommission. Sutter habe sich als Autor, Poet, Texter und Moderator grosse Verdienste erworben. Er zeichne sich insbesondere durch Leidenschaft und persönliches Engagement aus, sagte Stadtammann David H. Bon. Vor allem sei Sutter auch ein Brückenbauer, «und das ist etwas sehr Spezielles».

Speziell ist auch die künstlerische Beziehung, die er mit der katholischen Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann pflegt: Die beiden tauschen Verse aus, die sich aufeinander beziehen. Gestern abend gaben die beiden ein paar Kostproben ihrer aussergewöhnlichen Korrespondenz zum besten, was für grosse Erheiterung im Saal sorgte. Sutter sei ein wahrer Verseschmied und Wortakrobat, sagte Zimmermann. Doch nicht nur: «Er ist mit so vielen Talenten gesegnet, dass es für mehrere Personen reichen würde.»

«Dachte, es sei falsch»

Die Laudatio hielt Markus Villiger, der Schulleiter der Sekundarschule, wo Sutter als Teamleiter arbeitet. Und der Arbeitgeber ist nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden: «Wir haben auch ähnlich belegte Terminkalender, sind begeisterungsfähig und sagen immer mal wieder sofort zu», sagte Villiger. Eine weitere Eigenschaft von Sutter sei seine Bescheidenheit. Was dieser prompt bestätigte, nachdem er die Sprache wieder gefunden hatte.

«Ich habe im ersten Moment gedacht, es sei falsch, mich zu nominieren», sagte Sutter. Viele andere hätten den Preis mindestens ebenso verdient. Doch dann habe er sich gesagt: Dann sei er es halt. «Und heute abend habe ich eine Riesenfreude.»

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