Tarot-Figuren als Indikator der Wirtschaft

… führen Aussagen von Politikern im aktuellen Wahlkampf auch mal zu falschen Schlüssen bei ihren Zuhörern.

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Das «Universum» ist noch in der Reparaturwerkstatt. (Bild: Reto Martin)

Das «Universum» ist noch in der Reparaturwerkstatt. (Bild: Reto Martin)

… führen Aussagen von Politikern im aktuellen Wahlkampf auch mal zu falschen Schlüssen bei ihren Zuhörern.

Der FDP-Nationalratskandidat und Kreuzlinger Metallbau-Unternehmer Christian Neuweiler zeichnete kürzlich am Podium im Rathaus düstere Wolken an den Wirtschaftshimmel. Eine Durststrecke habe man angesichts des Eurokurses derzeit zu durchschreiten und den Gürtel müsse man enger schnallen. Bei solchen Worten könnte man sich Sorgen machen, wie es denn um das Traditionsunternehmen an der Seestrasse steht.

Doch dann fällt auf, dass selbige Firma einen öffentlichen Auftrag wegen der hohen Betriebsauslastung erst mit dreimonatiger Verzögerung erledigen kann. Der «Tod» und das «Universum», die zwei beschädigten Skulpturen der Kunstgrenze, werden nämlich erst Ende Oktober wieder instand gestellt sein. Und nicht wie einst angekündigt Ende Juli. Es kann also nicht so schlimm stehen um die Auftragslage des renommierten Unternehmens.

Der Chef klärt auf: «Ja, zum Glück haben wir derzeit genügend Aufträge. Aber das ist nicht selbstverständlich. Wir müssen dafür kämpfen.»

Die Verzögerung bei der Reparatur der Kunstgrenze entstehe im Übrigen dadurch, weil sie dafür einen Spezialisten im Betrieb hätten. Ausschliesslich er kümmere sich um die Skulpturen – auch auf speziellen Wunsch des Schöpfers der Tarot-Figuren. Und dieser Mann sei gerade noch mit einem Grossauftrag absorbiert. (ubr)