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Tanzen bis zur Erschöpfung

BISSEGG. Vom 7. bis 9. September wird Bissegg zum Wilden Westen. Daniel Hofstetter will in seinem Country-Lokal Bonanza einen neuen Weltrekord im Line Dance aufstellen. Sein Ziel: 48 Stunden lang durchtanzen.
Brenda Zuckschwerdt
Im «Bonanza» bereiten sich die Line-Dancer auf den Weltrekord vor. (Bilder: Luca Linder)

Im «Bonanza» bereiten sich die Line-Dancer auf den Weltrekord vor. (Bilder: Luca Linder)

In Bissegg ist der Wilde Westen nicht weit. Wer den Saloon des Tanz- und Speiselokals Bonanza betritt, bei dem kommt zwangsläufig Country-Stimmung auf. Das geht auch in die Beine. 40 bis 50 Freunde des Line Dance schwingen hier jeweils am Mittwoch- und am Freitagabend das Tanzbein. Und das mit grosser Ausdauer. «Manche beginnen um 21 Uhr zu tanzen und stehen um Mitternacht immer noch auf der Tanzfläche», sagt Bonanza-Wirt Daniel Hofstetter – oder «Däniel», wie er sich selber nennt.

Bilder von John Wayne

In den USA, «in einem typischen Honky-Tonk-Saloon», lernte Hofstetter den Line Dance kennen und lieben. «Du bist nicht alleine, kannst aber alleine tanzen», sagt der Wirt. Deshalb war er überzeugt: «Wenn ich als Nichttänzer da mitmachen kann, dann muss das auch in der Schweiz funktionieren». Er gründete vor 16 Jahren in Bissegg das «Bonanza», das erste Country-Speise- und Tanzlokal in der Schweiz. Im Speiselokal hängen Bilder von John Wayne, auf dem Teller landen amerikanische Pommes frites und Bison-Steaks.

Um 24 Stunden überbieten

Der aktuelle Weltrekord im Line Dance liegt bei 24 Stunden. Däniel will ihn um 24 Stunden überbieten. Ab dem 7. September, um 18 Uhr, soll 48 Stunden lang durchgetanzt werden, wobei immer mindestens neun Tänzer in Aktion sein müssen. Damit es klappt mit dem Weltrekord, muss jede Stunde schriftlich und auf Video festgehalten werden. Ein grosser Aufwand. «Ich habe es mir ehrlich gesagt ein bisschen einfacher vorgestellt», sagt der Country-Fan. Doch wer A sagt, muss auch B sagen, und so organisierte er nicht nur sechs Schiedsrichter, sondern auch drei Pikett-Tänzer, die alle Tänze beherrschen und einspringen können, wenn Not an Mann oder Frau ist.

Acht DJs legen auf

Auch in Sachen Musikanlage und Stromzufuhr geht Däniel auf Nummer sicher und hat alles doppelt organisiert. Denn jeder Unterbruch beim Liederwechsel darf maximal 10 Sekunden betragen. Die insgesamt acht DJs werden sich regelmässig abwechseln – «kein DJ legt länger als 2 Stunden auf, sonst ist die Gefahr zu gross, dass ihm ein Fehler unterläuft».

Obwohl in manchen Clubs Line Dance zu Musik aller Art getanzt wird, werden im «Bonanza» nur Country-Klänge ertönen. «Von unseren Gästen sind 90 Prozent Freunde der Country-Musik», sagt Däniel. Kleidervorschriften will er keine machen. Zwar tragen im «Bonanza» die meisten Gäste Cowboystiefel oder Hut – «bei uns ist aber jeder Line-Dancer willkommen, egal wie er angezogen ist». Ansonsten müssen sich die Teilnehmer aber festlegen, wann sie tanzen wollen und welche Tänze sie beherrschen. Vorgesehen ist, dass keiner länger als eine Stunde am Stück tanzt.

Es braucht rund 500 Line-Dancer

Damit es klappt mit dem Weltrekordversuch, braucht es rund 500 Line-Dancer. Bereits haben sich rund 300 Tänzerinnen und Tänzer aus der ganzen Schweiz angemeldet. Oberstes Ziel sei es, den bisherigen Rekord von 24 Stunden zu schlagen, sagt Daniel Hofstetter. Noch lieber wäre es ihm aber, es würden 48 Stunden daraus. Er ist zuversichtlich, dass es klappen wird. «Es sieht gut aus.»

Wirt Daniel Hofstetter. (Bild: Luca Linder (Luca Linder))

Wirt Daniel Hofstetter. (Bild: Luca Linder (Luca Linder))

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