Talente erkennen

Leuchtturm

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«Talent» kommt vom griechischen «Talanton» und bedeutet so viel wie «Waage» oder «Gewicht». Später wandelte sich das Wort zur Währungseinheit, und heute denken wir vor allem an die Begabung einer Person, auf einem bestimmten Gebiet eine besondere Leistung zu bringen. Aktuell kommen mir bei dem Wort die vielen Shows in den Sinn, worin die grössten Talente gesucht werden. Und da geht es dann wieder fast um den ursprünglichen Sinn: Es wird abgeschätzt, wie gewichtig ein Auftritt ist. Die Akteure müssen etwas wagen, wenn sie sich auf die Bühne trauen.

Dass gerade auch in Romanshorn viele Talente leben und wirken, ist nichts Neues. Denken wir an die Teilnehmer bei nationalen oder deutschen Ausgaben solcher Shows. Und wir finden sie – die Talente – in allen Altersgruppen. Vom Oldie-Talent, das sich in fröhlicher Manier Jerry Lee Lewis widmet bis zum Teenie, der tanzend die Bühne erobert.

Solche Talente gilt es zu erkennen. Und auch da besitzt Romanshorn ausgewiesene Fachleute. So fördert und fordert, erkennt und formt etwa Dai Kimoto seit Jahren Jungmusikanten und lässt Kinder auf der Bühne Swing und Jazz auf höchstem Niveau interpretieren. Auch in sportlicher Hinsicht zeigt Romanshorn aussergewöhnliche Leistungsträger. Kanuten, Schwimmer und die blitzschnelle Yasmin Giger seien nur stellvertretend erwähnt.

Und dass es in unserer Stadt ständig neue Talente zu entdecken gibt, bewies vor einer Woche die «Talentshow» des Sek-Schülerrats im Jugendtreff. Jugendliche führten acht künstlerische Beiträge vor über 100 Teens vor. Vom Spielfilm über Tanz bis zum Gesangsbeitrag gab es eine bunte Palette toller Beiträge zu beklatschen.

Im Wissen, dass die hier erwähnten Talente höchstens die Spitze des Eisberges darstellen, ermuntere ich Sie, die Talente in ihrer Umgebung zu erkennen. Und zu geniessen. Denn Talente um sich zu haben heisst ja im ursprünglichen Kontext: Reich sein.

Christoph Sutter