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Täter wird immer noch gesucht

Vor 20 Jahren verschwand die in Kreuzlingen wohnhafte Heidi Scheuerle spurlos. Jetzt wird ihr Fall neu aufgerollt.
Sabrina Bächi

Am 8. Oktober 1996 fällt der erste Schnee im Thurgau. Mit grauen Jeans, schwarzen Turnschuhen, einer dunklen Jacke und einer Mütze, die sie über ihre rotblonden Locken zieht, macht sich Heidi Scheuerle auf, um per Autostopp nach Weil am Rhein zu fahren. Die 26jährige Deutsche, die schon seit einiger Zeit in Kreuzlingen lebt, geniesst es, auf diese spontane Art zu reisen. An diesem Dienstag wird es ihr aber zum fatalen Verhängnis. Auf der Raststätte Forrenberg bei Winterthur wird sie zum letzten Mal gesehen. Für lange Zeit gilt sie als vermisst, erst im Jahr 2002 kann mittels DNA-Abgleich ihre Leiche identifiziert werden. Was mit Heidi Scheuerle passierte, ist bis heute ungeklärt.

Obwohl die Kantonspolizei Thurgau nach ihrem Verschwinden in alle Richtungen ermittelt und über 300 Verdächtige überprüft, sogar eine Belohnung von 4000 Franken für Hinweise ausschreibt, ergibt sich kein Fahndungserfolg. Schliesslich wird der Fall Scheuerle sogar in der Fernsehsendung Aktenzeichen XY gezeigt. Wachmeister Andreas Müller von der Kantonspolizei äussert den Verdacht, dass Heidi Scheuerle Opfer eines Verbrechens geworden ist. Zwei Jahre später bestätigt ein DNA- Abgleich mit einer Leiche, die in einem Waldstück bei Spreitenbach (AG) gefunden worden ist, die schlimme Befürchtung der Kantonspolizei Thurgau: Heidi Scheuerle wurde umgebracht.

Neue Hinweise sind eingegangen

Bis heute ist der Mordfall Scheuerle ein ungeklärters Tötungsdelikt. Auf der Internetseite der Kantonspolizei Aargau, die seit dem Jahr 2002 die Ermittlungen führt, ist das Bild der jungen Frau und die Bitte um Hinweise immer noch aufgeführt. 50 000 Franken sind als Belohnung für neue Hinweise ausgeschrieben. Das ist der höchste Betrag, der in einem Mordfall mit nur einem Opfer vom Kanton Aargau in Aussicht gestellt wird. In Zusammenhang mit Berichterstattungen zum Vierfachmord in Rupperswil sind bei der Aargauer Staatsanwaltschaft Hinweise zum Fall Scheuerle eingegangen. «Ja, es ist richtig, dass die Ermittlungen neu aufgerollt werden, und zwar, weil neue Hinweise eingegangen sind», sagt Fiona Strebel von der Staatsanwaltschaft Aargau. Angeblich wird auch ein Fingernagel vom Fundort mit modernster Technik erneut analysiert – in der Hoffnung, irgendeine Spur zu finden, die den grausamen Mord an Heidi Scheuerle aufklären wird.

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