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TÄGERWILEN: Zusammen sind sie stärker

Die Spitex Region Kreuzlingen umfasst zwölf Trägergemeinden. Die Spitex Region Untersee ist dieses Jahr neu hinzu gekommen. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten ist man am neuen Standort gut unterwegs.
Nicole D’orazio
Ines Gamboni, Standortleiterin Tägerwilen, im Gespräch mit Doris Egli, der Geschäftsführerin der Spitex Region Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Ines Gamboni, Standortleiterin Tägerwilen, im Gespräch mit Doris Egli, der Geschäftsführerin der Spitex Region Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

Aller Anfang ist schwer, doch man hat sich gefunden. Seit Anfang Jahr gehört die Spitex Region Untersee – sie umfasste die Gemeinden Berlingen, Salen-stein und Ermatingen – zur Spitex Region Kreuzlingen. Dass Tägerwilen und nicht Ermatingen als gemeinsamer Geschäftsstandort gewählt wurde, gefiel zu Beginn nicht allen. «Wir hatten ein kleines politisches Gerangel», sagt Doris Egli, Geschäftsführerin der Spitex Region Kreuzlingen. «Am Untersee wurde befürchtet, dass die Versorgung der Klienten schlechter würde und dass die Preise steigen.» Sie glaube auch, dass es für Ermatingen ein kleiner Imageverlust gewesen sei, die Spitex-Niederlassung zu verlieren. Im Tägerwiler Gemeindehaus erhielt man jedoch mit den Räumen des ehemaligen Notariates die perfekte Lösung. Zusätzlich in Ermatingen einen Standort zu betreiben, hätte sich wirtschaftlich nicht gelohnt.

Mittlerweile hat sich alles eingespielt. «Wir haben in Tägerwilen 25 Mitarbeiter», sagt Standortleiterin Ines Gamboni. Sie hat die beiden Teams Tägerwilen und Untersee zusammen geführt und die neue Planung übernommen. «Es läuft wirklich sehr gut. Die Mitarbeiter sind offen und motiviert. Auch um neue Kollegen einzuarbeiten.» Von aussen würde man nicht mehr erkennen, wer von welchem Team kam oder neu dabei sei.

Die Besuchszeiten waren die grösste Änderung

Auch die Klienten haben die Fusion gut angenommen, glaubt Gamboni. «Wir arbeiten mit dem Bezugspersonen-System. Dafür habe ich unser Gebiet in zwei Gruppen eingeteilt.» Die Klienten hätten sich einfach an neue Zeiten der Besuche gewöhnen müssen, weil die Spitex-Mitarbeiter etwas weiter fahren müssen. Einige hätten damit etwas Mühe bekundet, weil es grosse Wechsel gegeben habe. «An den Preisen hat sich aber nichts geändert. Wir dürfen die gefahrenen Kilometer nicht an die Klienten weiter verrechnen», sagt Gamboni.

Auch Doris Egli ist mit der Fusion zufrieden. Die Spitex Region Kreuzlingen umfasst nun zwölf Trägergemeinden. Einen weiteren Zusammenschluss werde es in absehbarer Zeit nicht geben. «Das würde vom Gebiet her keinen Sinn machen», meint sie. Jetzt gelte es, das akute Personalproblem in den Griff zu bekommen. «Uns fehlen viele diplomierte Pflegefachleute. Es ist leider schwierig, gut ausgebildetes Personal anzustellen.»

Egli glaubt, dass dies mit dem etwas verstaubten Image der Spitex zu tun habe. «Die Jungen arbeiten lieber im Spital, weil sie glauben bei der Spitex messe man nur Blutdruck oder wechsle Verbände.» Das gehöre nach wie vor dazu. Doch die Aufgaben seien mittlerweile breit gefächert und würden immer komplexer. Zum Beispiel die Wundenpflege, die palliative Care sowie die Pflege von Tetraplegikern. «Zudem müssen die Mitarbeiter vor Ort alleine entscheiden können.» Bei der Spitex könne man viel lernen und in einem hierarchisch flacheren System arbeiten als in einem Spital. Es hat eine grosse Professionalisierung stattgefunden.»

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