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TÄGERWILEN: Teenager haben genug Freizeitangebote

Der Verein Offene Jugendarbeit hat sich nach 21 Jahren aufgelöst. Es gibt schlicht zu wenige Jugendliche, die das Angebot nutzen.

Es ist den Mitgliedern nicht leichtgefallen, doch der Entscheid fiel einstimmig: Nach 21 Jahren hat sich der Verein Offene Jugendarbeit (OJA) Tägerwilen-Gottlieben an der letzten ­Versammlung aufgelöst. Der ­Vorstand habe sich in den vergangenen Jahren für ein bedarfsgerechtes Angebot für die Jugendlichen im Dorf eingesetzt und sich auf eine Zusammenarbeit mit der OJA Kreuzlingen entschieden, heisst es in einer Mitteilung. «Dank des uns entgegengebrachten Vertrauens der Mitglieder und der finanziellen Unterstützung der öffentlichen Körperschaften konnte 2014 eine zweijährige Projektphase mit den Jugendarbeitern aus Kreuzlingen gestartet werden.» Ertrag und finanzieller Aufwand standen während der gesamten Projektphase jedoch in keinem Verhältnis, so dass der Vorstand den Antrag ­einreichte, die Zusammenarbeit mit der OJA Kreuzlingen nicht weiterzuführen. So fanden Ende 2016 die letzten Aktionen der Jugendarbeiter mit den Tägerwiler Jugendlichen statt.

Evaluationen mit den Kids durchgeführt

Bis im Dezember 2016 beschäftigte sich der Vorstand damit, wie und ob der Verein weiter seine Daseinsberechtigung behält. «Wir haben Evaluationen mit Jugendlichen durchgeführt», sagt Vorstandsmitglied Nicole Birk auf Anfrage. «Aktuell besteht für einen Treff oder eine Betreuung durch Jugendarbeiter schlicht kein Bedarf.» Die örtlichen Vereine sowie die Kirchgemeinden würden eine wertvolle Jugendarbeit anbieten. Viele Jugend­liche seien dort integriert und ­erhalten eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Markus Thalmann, Gemeindepräsident von Tägerwilen, war als langjähriger Präsident stark im Verein involviert. Er sieht die Auflösung als legitim und Lauf der Zeit an. «Die Welt hat sich verändert. Als wir den Verein gründeten, gab es noch keine Handys.» Damals seien die Vereine auch noch nicht so gross gewesen, und die Kirchen hätten noch keine Jugendarbeit betrieben. «Heute gibt es für die Teenager viele Freizeitangebote im Dorf. Ein Treff ist nicht mehr nötig.» Man werde jedoch Augen und Ohren offen halten und schauen, ob sich wieder ein Bedürfnis entwickle. Soviel er wisse, denke die Volksschulgemeinde über Schulsozialarbeit nach. «Dort könnte eine Anlaufstelle für Jugendliche entstehen.» (ndo)

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