Tägerwilen kündigt Vertrag

Die Offene Jugendarbeit in Kreuzlingen funktioniert gut. Eine Nachbargemeinde möchte die Zusammenarbeit allerdings nicht verlängern.

Nicole D'orazio
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KREUZLINGEN. Für die Offene Jugendarbeit (OJA) Kreuzlingen war 2015 ein gutes Jahr. «Unsere Mitarbeiter machen ihre Sache sehr professionell und gut», findet Linda Bühler, Präsidentin des Vereins, lobende Worte. Die Zusammenarbeit mit Bottighofen habe sich bewährt. Im Nachbardorf werden vor allem Angebote für Mädchen sowie Primarschüler geschaffen, da die Bottighofer Sekundarschüler in Kreuzlingen zur Schule gehen und die Angebote in der Stadt nutzen können.

Nach der Kündigung der Jugendarbeiterin auf Ende 2014 wurden im Frühjahr zwei Frauen eingestellt: Nadja Dietsche (50 Prozent) und Alexandra Eugster (70). Die Stellen konnten durch die neue Zusammenarbeit mit der OJA Tägerwilen-Gottlieben aufgestockt werden.

2015 sei das erste Jahr des zweijährigen Pilotprojektes gewesen, sagt Bühler. «Wir mussten allerdings feststellen, dass Tägerwilen für die Jugendarbeit eher ein schwieriges Terrain ist.» Deshalb habe der Verein OJA Tägerwilen-Gottlieben beschlossen, die Zusammenarbeit nicht zu verlängern. Der entsprechende Antrag werde an der Versammlung in Tägerwilen gestellt. «Dieses Jahr läuft aber normal weiter», sagt Bühler.

Gewinn erwirtschaftet

Die Rechnung des Vereins OJA Kreuzlingen schliesst mit einem Gewinn von rund 12 000 Franken. «Grund war die Neubesetzung der Jugendarbeiterinnen-Stellen und die damit verbundene Phase, als wir nicht voll besetzt waren», sagt Bühler. 10 000 Franken habe man nun als Reserve auf die Seite gelegt. Bühler freut sich, dass man es geschafft hat, die Kosten für den Vereinsbetrieb durch Spenden und Mitgliederbeiträge zu decken. «Das wollen wir 2016 wiederholen.»

Ein Ziel des Vereins sei, noch mehr Mitglieder zu gewinnen und die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken. «Am Löwenstrassenfest sind wir daher wieder mit zwei Ständen dabei. Mit einem vom Vorstand und einem für die Jugendlichen», sagt Bühler.

Fachgruppe statt Vorstand

Im Vorstand der OJA Kreuzlingen ist es zu einer Umstrukturierung gekommen. Markus von Siebenthal und Christoph Daugaard traten zurück. Als Vertreter ihrer Schulhäuser Pestalozzi und Remisberg möchten sie allerdings weitermachen. Deshalb bilden sie nun zusammen mit Debora Keller (Vertreterin Egelsee) neu eine Fachgruppe. Keller ist aber weiterhin im Vorstand und ist damit das Bindeglied.