Syna fordert telefon- und mailfreie Zeiten

KREUZLINGEN. Auch nach 84 Jahren hat die Jahresversammlung der Gewerkschaft Syna nicht an Attraktivität eingebüsst.

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KREUZLINGEN. Auch nach 84 Jahren hat die Jahresversammlung der Gewerkschaft Syna nicht an Attraktivität eingebüsst. Sektionspräsidentin Ramona Zülle durfte im «Besmer» nebst dem Kreuzlinger Stadtammann Andreas Netzle, Stadträtin Barbara Kern und Regionalpräsident Othmar Widmer über 40 Mitglieder begrüssen. In ihrem Jahresbericht ging sie auf die zahlreichen Verbesserungen, welche in den Gesamtarbeitsverträgen in den Sektoren Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen erzielt werden konnten, ein. Wichtigste Aufgabe war es für die Sozialpartner, deren Einhaltung durchzusetzen. Fälle von Lohndumping machten Schlagzeilen. Mit der Gesetzesänderung und Einführung der Subunternehmerhaftung haben die Sozialpartner mit dem Seco ein taugliches Mittel zur Bekämpfung des Lohndumpings geschaffen.

Stop dem Zeitklau

Im Anschluss referierte Ramona Zülle über das Kongressthema «Meine Arbeit – Meine Zeit, Stop dem Zeitklau». Immer mehr verschwindet die klare Grenze von Arbeit und Freizeit. Man müsse bald rund um die Uhr über Tablet und Smartphone schriftlich oder telefonisch erreichbar sein, sagte sie. Arbeit auf Abruf, Temporärarbeit, aber auch massenhaft Überzeit zerstückeln die immer rarer werdende Freizeit. Syna fordert klare Regelungen zur Erfassung der Arbeitszeiten, ein vernünftiges Mass an Überstunden, aber auch mail- und telefonfreie Zeiten.

Markus Hess wurde für seine Treue geehrt. Er gehört der Syna seit 50 Jahren an. (red.)

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