SVP stellt Fragen zum Asyl-Bundeszentrum

KREUZLINGEN. Anfang Mai ist bekannt geworden, dass in Kreuzlingen eines der neuen Bundeszentren für Asylbewerber entstehen soll. Erfahren haben dies die Kreuzlinger Gemeinderäte aus den regionalen und nationalen Medien – wie die SVP-Fraktion nun kritisiert.

Martina Eggenberger Lenz
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KREUZLINGEN. Anfang Mai ist bekannt geworden, dass in Kreuzlingen eines der neuen Bundeszentren für Asylbewerber entstehen soll. Erfahren haben dies die Kreuzlinger Gemeinderäte aus den regionalen und nationalen Medien – wie die SVP-Fraktion nun kritisiert. Auch inhaltlich hat die SVP-Fraktion Bedenken. «Es ist für mich unverständlich, dass der Stadtpräsident gar keine Sicherheitsprobleme sieht. Die Klientel ist im Vergleich zu heute eine ganz andere. Wer abgewiesen wird, hat nichts mehr zu verlieren», sagt Gemeinderat Fabian Neuweiler.

Landgeschäft angesprochen

Neuweiler hat deshalb an der Gemeinderatssitzung vom Donnerstagabend eine schriftliche Anfrage eingereicht. Er will mehr über die Sicherheitsproblematik wissen und zudem Genaueres über das angetönte Landgeschäft mit dem Bund erfahren. In der Mitteilung der Stadt hiess es nämlich, dass man dem Bund für den Ausbau zum Bundeszentrum eine Parzelle zur Nutzung zur Verfügung stellen werde. Bekanntlich würden neu 310 statt 290 Asylbewerber in Kreuzlingen untergebracht.

Das einzige Grundstück, das die Stadt Kreuzlingen in der Nähe des Empfangszentrums noch besitzt, ist die Parzelle 8596, heute genutzt als Parkplatz.

Lieber ausserhalb der Stadt

Das Land befindet sich an der Ecke Döbeli- und Gottliebenstrasse. Die SVP würde gerne mitentscheiden, ob und unter welchen Bedingungen die Parzelle genutzt werden soll. Deshalb interessiert es die Fraktion auch, ob die Stadt ein Baurecht, ein Sondernutzungsrecht oder einen Verkauf vorsieht. Neuweiler macht indessen keinen Hehl daraus, dass er einen Ausbau in der Mitte der Stadt nicht gut findet. «Das Bundeszentrum hätte aus meiner Sicht in die Kaserne Bernrain gehört.»