SVP-Fraktion schlägt Rieser vor

kreuzlingen. Wenn am 12. Juni Ernst Zülle (CVP) zum Gemeinderatspräsidenten aufrückt, soll Bruno Rieser (SVP) neuer Vizepräsident werden.

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Bruno Rieser (Bild: pd)

Bruno Rieser (Bild: pd)

An der Kreuzlinger Gemeinderatssitzung vom 12. Juni läuft das einjährige Ratspräsidium von Nino Grob (Freie Liste) ab. Als Nachfolger ist Vizepräsident Ernst Zülle (CVP) vorgesehen, und zur Bestellung des neuen Vizepräsidiums ist die SVP-Fraktion gemäss festem Turnus an der Reihe. Die SVP-Fraktion schlägt dem Gemeinderat Fraktionschef Bruno Rieser vor, bestätigt Gemeinderat Fabian Neuweiler auf Anfrage. Bruno Rieser sitzt seit 1995 in der Kreuzlinger Legislative, ist 56jährig und beruflich als Geschäftsführer tätig.

Anstelle von Bruno Rieser wird ab Juni Irene Herzog die elfköpfige SVP-Gemeinderatsfraktion führen. Zudem will Rieser aus der Finanz- und Rechnungsprüfungskommission (FRK) austreten, um mehr Zeit für das Vizepräsidium zu haben. Die SVP schlägt neu Peter König als FRK-Mitglied vor. Auf Anfrage bestätigt Bruno Rieser, dass er das Präsidium der Geschäftsprüfungskommission (GPK) behalten möchte, weil dieses Präsidium doch recht komplex sei. Als GPK-Sprecher im Gemeinderat werde Roland Henke fungieren. Politisch will Rieser in den zwei Jahren als Vize und als Präsident zurückstehen, wie das auch üblich sei. Und weiter ergänzt Gemeinderat Rieser, er werde bei einer Wahl in gut einem Jahr erst zweiter SVP-Ratspräsident sein; der erste sei Jürg Diggelmann gewesen.

Alt Gemeinderat Urs Haubensak (FDP) war 1999/2000 Ratspräsident und gleichzeitig Präsident der Finanzkommission. Als juristisches Gewissen des Gemeinderats hält er auf Anfrage fest, dass der Ratspräsident in erster Linie Moderator spiele und keine Machtposition innehabe. Auch handle die SVP-Fraktion richtig, wenn sie Roland Henke als GPK-Sprecher einsetze, der dann die Anliegen der Kommission vor dem Rat vertrete. (mbz)

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