Sulger Kirchturm wird zum historischen Museum

Mesmer Bruno Blaser ist Initiant einer permanenten kulturhistorischen Ausstellung im Turm der evangelischen Kirche von Sulgen. Sie wird morgen Sonntag eröffnet.

Brunhilde Bergmann
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SULGEN. Bruno Blaser hat die Ausstellung konzipiert und eingerichtet. Er hat Informationen und Exponate zusammengetragen, und er wird angemeldete Besucher durch die Ausstellung führen. Auf Blasers Anregung hat die Vorsteherschaft der Evangelischen Kirchgemeinde Sulgen dafür gesorgt, dass kulturhistorisch wertvolle Stücke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Sie bringt damit zum Ausdruck, dass die Kirche auch eine kulturpflegerische Verantwortung hat.

Auf fünf Stockwerke verteilt

Das wertvollste Exponat ist der Kirchturm selbst mit seinem teils über 500jährigen Gemäuer. Im Turm ist die Ausstellung auf fünf Stockwerken eingerichtet. Die Augen Bruno Blasers leuchten, wenn er berichtet, was ihn bewogen hat, die Sulger Turmgeschichte in einer Ausstellung zusammenzufassen: «Tagtäglich habe ich den Kirchturm vor Augen, ob von innen oder von aussen. Wir leben mit dem Turm – je länger, umso vertrauter ist er uns.»

Archiv und Zeitzeugen

Die Renovation des Geläuts führte den Mesmer öfters als üblich ins Turminnere und vorbei an achtlos in Ecken und Schachteln deponierten Gegenständen. Das machte ihn neugierig. «Es tat mir in der Seele weh, als ich sah, wie all diese Dinge, die Geschichte erzählen könnten, von der Öffentlichkeit unbeachtet verstauben.» Blaser begann in Archiven zu stöbern, um die Gegenstände zuzuordnen, und konnte dabei auf die fachliche Unterstützung von Kirchenarchivar Charles Stähli bauen. Ausserdem befragte er ältere Bewohner als Zeitzeugen.

Abendgottesdienst, Vernissage und Apéro: Sonntag, 3. Oktober, 19 Uhr

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