SULGEN: Viel Zeit bleibt nicht

Ab 2018 bilden die Primarschulen Götighofen, Schönenberg-Kradolf und Sulgen sowie die Sekundarschule Sulgen eine Volksschulgemeinde. Eine Findungskommission sucht Mitglieder für die Behörde.

Monika Wick
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Monika Wick

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

Vor kurzem hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau entschieden, dass sich die Primarschulgemeinden Götighofen, Schönenberg-Kradolf und Sulgen sowie die Sekundarschulgemeinde Befang Sulgen zu einer Volksschulgemeinde zusammenschliessen müssen. Der Entscheid wurde nötig, nachdem sich die Stimmberechtigten der Primarschulgemeinde Götighofen am 7. März mit grosser Mehrheit gegen einen Zusammenschluss ausgesprochen hatten.

Nun ist es an der Zeit, vorwärts zu blicken und den Weg für einen optimalen Start der neuen Volksschulgemeinde zu ebnen. Dazu gehört die Bildung einer Behörde, welche die Geschicke der künftigen Volksschulgemeinde lenkt. Zu diesem Zweck haben Urs Bösiger, Präsident der Interpartei Sulgen, und Erich Stübi, Präsident der Findungskommission Kradolf-Schönenberg, die Findungskommission «Volksschulgemeinde Region Sulgen» ins Leben gerufen.

Kommission verfügt über eine breite Abstützung

Die Kommission hat sich Mitte Juni konstituiert und den Personalfachmann Hansueli Werren aus Sulgen zum Präsidenten sowie Erich Stübi aus Schönenberg zum Vizepräsidenten ernannt. Im Weiteren engagieren sich Ernst Baumann und Max Staub aus Schönenberg, Walter Berger, Urs Bösiger, Maja Brühlmann Zwahlen, Regula Notter-Dürner und Kathrin Stutz Ettmayer aus Sulgen, Susanne Gamper aus Götighofen, Urs Hartmann aus Donzhausen, Rolf Höneisen aus Kradolf sowie Stefan Löpfe aus Heldswil in der Findungskommission. «Es ist uns gelungen, eine breit abgestützte Findungskommission zu bilden, in der alle Dörfer, Parteien und Ortsvereine vertreten sind und die auch genügend fachliche Kompetenz aufweist», ist sich Hansueli Werren sicher. Zudem betont er, dass bei den Mitgliedern der Kommission keinerlei persönliche Interessenskonflikte bestehen würden. Werren ist sich der Tatsache bewusst, dass die Zeit drängt.

Aus diesem Grund wird bereits mittels Ausschreibungen nach Kandidatinnen und Kandidaten für das 80 Stellenprozent umfassende Amt des Schulprä- sidenten gesucht. Hansueli Werren: «Ideal wäre es, wenn wir den Stimmberechtigten beim ersten Wahlgang am 29. Oktober zwei bis drei Wahlvorschläge präsentieren könnten.»

Laut Werren behält sich die Findungskommission das Recht vor, allenfalls keinen Kandidaten zu empfehlen. Neben dem Präsidenten werden noch sechs Kandidaten für die Behörde gesucht. «Damit die Findungskommission trotz der bevorstehenden Sommerferien mit der Selektion durchkommt, sind wir darauf angewiesen, dass die Bewerbungen spätestens bis 10. Juli bei uns eintreffen», stellt Werren fest. Laut dem Präsidenten der Findungskommission werden anschliessend die Bewerbungen gesichtet und erste Gespräche geführt.

Zuerst Entscheidung über Gemeindeordnung

Hansueli Werren präzisiert, dass sich grundsätzlich jede interessierte Person auch selber auf- stellen könne. «Für eine Kandidatur benötigt man zehn Unterschriften von Stimmbürgern.» Weiters erklärt Werren, dass auch spätere Kandidaturen möglich sind. «Diese Namen erscheinen aus terminlichen Gründen dann aber nicht auf den offiziellen Unterlagen.» Die Wahl der Behörde und des Präsidiums der Volksschulgemeinde wird Ende August nach der Genehmigung der Gemeindeordnung gemäss den gesetzlichen Vorschriften öffentlich ausgeschrieben.