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SULGEN: Seltener Spass unter freiem Himmel

Die tiefen Temperaturen haben auch ihre guten Seiten. Seit Dienstag ist das Natureisfeld im Oberdorf offen. Das Freizeitangebot wird von Jung und Alt rege genutzt.
Bischofszell@thurgauerzeitung.ch
Winterliches Vergnügen auf zwei Kufen: Sulgens Natureisbahn im Oberdorf. (Bild: Hannelore Bruderer)

Winterliches Vergnügen auf zwei Kufen: Sulgens Natureisbahn im Oberdorf. (Bild: Hannelore Bruderer)

Das Thermometer verharrt auf minus zehn Grad, der kalte Nordwind pfeift durch die Kleider, lässt Finger klamm und Nasen rot werden. Den widrigen Wetter- bedingungen zum Trotz wagen sich bereits am Eröffnungstag des Eisfelds Dutzende auf die Kufen. Ausgerüstet mit wattierten Hosen und Jacken gleiten sie dahin, kämpfen mit ihren Eishockeyschlägern um den Puck, rappeln sich nach einem Sturz wieder auf. Die Zeit eilt, um am Vergnügen noch teilzuhaben, denn bereits am Wochenende sind wärmere Temperaturen angesagt.

Dass in diesem Winter im Oberdorf überhaupt Schlittschuh gelaufen werden kann, war nach dem warmen Januar lange fraglich. Dass es mit dem Aufbau des Eises dann so schnell geklappt hat, liegt an den sehr tiefen Temperaturen der letzten Tage, aber auch daran, dass Bernhard Roost, der für das Eisfeld verantwortlich ist, seine Taktik geändert hat. «Wir haben mit dem Wässern des Geländes nicht erst mit dem Einsetzen der tieferen Temperaturen begonnen, sondern das Regenwasser stehen lassen. Das hat uns schnell einen soliden Eissockel beschert.» Mit dem Aufbau der Oberfläche hat der Eismeister dann am Sonntag begonnen. Bis Montagabend war das Feld fertig und konnte am Dienstagmorgen frei gegeben werden. Die Neuigkeit verbreitete sich schnell: Für 10 Uhr hatte sich bereits die erste Schulklasse angemeldet.

Gemeinde übernimmt keine Verantwortung

«Auch wenn das Vergnügen wohl nur kurz andauern wird, der Aufwand das Eisfeld herzurichten lohnt sich», ist Roost überzeugt. «Für die Bevölkerung ist das Eisfeld mehr als ein zusätzliches Freizeitangebot. Es wird zum Treffpunkt.» Nachmittags sind es vor allem Kinder, die das Eis bevölkern, nach Feierabend treffen dort auch viele Jugendliche und Erwachsene ein. Bis etwa 22 Uhr erhellt ein Scheinwerfer der Schulanlage das Eisfeld.

Verlässt die Anzeige auf dem Thermometer den Minusbereich, sind die Tage des Eisfelds gezählt. Als Vorsichtsmassnahme sperrt der Eismeister dann die problematischen Stellen ab. Ist eine grössere Fläche betroffen, wird das Eisfeld ganz gesperrt. Diese Sperrung ist lediglich eine Empfehlung. «Die Benutzung des Eisfeldes erfolgt auf eigene Gefahr», betont Bernhard Roost. «Jeder ist selber dafür verantwortlich, wie und wann er sich auf das Eis begeben will.»

Hannelore Bruderer

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

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