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SULGEN: «Sehnsucht ist in uns allen»

Am Sonntagabend fand in der evangelischen Kirche die Uraufführung der Trilogie «Hoffnung und Sehnsucht» statt. Das Werk stiess auf derart grosses Interesse, dass die Kirche fast aus allen Nähten platzte.
Monika Wick
Mitwirkende mehrerer Generationen führten das Werk auf. (Bild: Monika Wick)

Mitwirkende mehrerer Generationen führten das Werk auf. (Bild: Monika Wick)

Die evangelische Kirche in Sulgen verfügt über ein paar Hundert Sitzplätze. Am Sonntagabend reichten diese aber bei weitem nicht aus. Kurzerhand wurden von fleissigen Helfern Stühle herangeschafft. Und als auch diese innert Kürze besetzt waren, nahmen Unkomplizierte auf den Treppen, die zur Orgel hinaufführen Platz oder standen den Wänden entlang. Einige zogen es dann doch vor, unverrichteter Dinge wieder von dannen zu ziehen. Der Grund für diesen enormen Publikumsaufmarsch lag darin, dass das gesamte Chorwerk «Hoffnung und Sehnsucht» uraufgeführt wurde.

«Unser Dirigent, Paolo D’ Angelo, leitet den Kirchenchor Sulgen seit zehn Jahren. Die ursprüngliche Idee war es, ihm zum Jubiläum eine Komposition zu schenken», erklärte Christine Graf in ihren Begrüssungsworten. Da laut der Präsidentin des Kirchenchors im 2017 zudem weitere wichtige Feier- und Festtage zusammentrafen, beschlossen die Verantwortlichen bei Roman Bislin die Trilogie «Hoffnung und Sehnsucht» in Auftrag zu geben. Einzelne Teile des Werks wurden der Öffentlichkeit bereits am Reformationssonntag, im Rahmen der Kircheneinweihung am 1. Advent sowie im Weihnachtsgottesdienst präsentiert. Die Texte für das neun Lieder umfassende Werk verfasste Frank Sachweh. «Sehnsucht ist in uns allen – manchmal sogar grenzenlose Sehnsucht: Nach Ruhe und Frieden nach einer stressigen und disharmonischen Zeit, nach Liebe, Sehnsucht danach, dass jemand wieder gesund wird. Wo Sehnsucht ist, ist auch Hoffnung. Das Sehnen ist für mich nahe dem Himmel. Wenn man sehnt, steckt man nicht so fest in seiner Welt, sondern hofft», sagte der Pfarrer der evangelischen Kirchgemeinde, der mit zusätzlichen Texten durch das Programm führte.

Mit ihren Interpretationen zogen der evangelische Kirchenchor mit seinen Gastsängern und der ökumenische Jugendchor Schilfrohr unter der Leitung von Sabine Thalmann das Publikum von Beginn weg in ihren Bann, sodass es den Zuhörern merklich schwer fiel, dem Wunsch von Frank Sachweh zu entsprechen und erst ganz am Ende zu applaudieren.

Begleitet wurden die Chöre von den Musikern Curdin, Niculin, Cristina und Madlaina Janett sowie Barbara Gisler und Peter Schneider. «Die Sänger und Musiker haben die Komposition toll umgesetzt und die anspruchsvollen Stellen sehr gut gemeistert», fand Komponist Roman Bislin, der sich unter den Zuhörern befand. «Paolo D’ Angelo ist es sehr gut gelungen, die Emotionen herauszuholen», fügte er hinzu. Paolo D’ Angelo zeigte sich auch sehr zufrieden mit der Leistung der rund 100 Sänger und freute sich über das Jubiläumsgeschenk.

Das Werk wird am nächsten Sonntag um 17 Uhr in der Kirche in Pfyn noch einmal aufgeführt. Allerdings wird dann der Jugendchor nicht mehr mit von der Partie sein.

Monika Wick

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

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