SULGEN: Rechnung schliesst mit einem Gewinn

Am Montagabend fand im Oberdorf die Schulgemeindeversammlung der Primarschule statt. Haupttraktanden waren die Rechnung 2016 und das Budget 2017.

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Nur 36 Stimmbürger besuchten die Schulgemeindeversammlung im Oberdorf. (Bild: Monika Wick)

Nur 36 Stimmbürger besuchten die Schulgemeindeversammlung im Oberdorf. (Bild: Monika Wick)

Lediglich 36 der insgesamt 2188 Stimmberechtigten konnte Ernst Ritzi, Präsident der Primarschule Sulgen, im Singsaal des Schulhauses im Oberdorf begrüssen. «Ich freue mich, dass Sie trotz des momentan herrschenden Versammlungsmarathons hier sind», sagte Ernst Ritzi.

Im Mittelpunkt der Versammlung standen die von An­drea Näf präsentierte Rechnung 2016 und das Budget 2017. Die Rechnung, welche von der Versammlung einstimmig gutgeheissen wurde, schloss mit einem Aufwand von rund 4, 7 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 5 Millionen Franken sowie einer Bilanzsumme von rund 3,3 Millionen Franken. Ebenfalls einstimmig gutgeheissen wurde die Verwendung des Ertragsüberschusses. 300 000 Franken werden dem Konto «Vorfinanzierung Neubau Kindergarten Oberdorf» und rund 21 000 Franken dem Eigenkapital gutgeschrieben. Das Budget 2017 sieht gar einen ­Ertragsüberschuss von 700 000 Franken vor. Da sich die Stimmbürger für die Bildung einer Volksschulgemeinde entschieden haben, passt sich die Primarschulgemeinde der Sekundarschule und der Primarschule Schönenberg-Kradolf an. «Der prognostizierte Kantonsbeitrag 2017 von 850 000 Franken wird deshalb abgegrenzt und ebenfalls in der Rechnung 2017 verbucht», erklärte Andrea Näf. «Diese Abgrenzung ist einmalig. Ohne sie würde das Budget 2017 einen Ausgabenüberschuss von rund 150 000 Franken ausweisen», fügte sie hinzu. Die Stimm­berechtigten hiessen das Budget und einen gleichbleibenden Steuerfuss von 62 Prozent gut.

«Man kann sich fragen, ob das noch nötig ist», sagte Ernst Ritzi in Bezug auf die Wahl der Rechnungsrevisoren und Urnenoffizianten. Nichtsdestotrotz wurden Regula Koloska-Böhi, Cornelia Rieser und Andreas ­Stadelmann einstimmig im Amt ­bestätigt. Andrea Lauener stellte sich nach dreijähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl. Als Urnenoffizianten wurden Gerda di Nicola und René Kälin im Amt bestätigt. Stefan Louis stellte sich nicht mehr zur Verfügung. Die beiden vakanten Sitze werden nicht mehr besetzt. «Für die Übergangszeit ist das vertretbar», sagte Ernst Ritzi.

Im Traktandum «Mitteilungen» informierte Ernst Ritzi über den vorgesehenen Zeitplan zur Bildung der Volksschulgemeinde und zeigte Bilder von der Bau­stelle des neuen Doppelkindergartens im Oberdorf. Zudem ­erklärte er, dass die Behörde im Rahmen ihrer Kompetenz einen Kredit über 90 000 Franken für den Bau von sechs Parkplätzen an der Gartenstrasse bewilligt hat. «Dafür werden die ursprünglich geplanten drei Parkplätze an der Poststrasse nicht gebaut.»

Monika Wick

bischofszell@thurgauerzeitung.ch