SULGEN: Lärm am Ort der Stille

Die Arbeiten auf dem Friedhof verlaufen planmässig. Die Einweihung der neuen Räume findet Ende September statt.

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Am Mittwoch waren vom Friedhof her Kettenrasseln und Klopfgeräusche zu vernehmen. Der Grund dafür lag darin, dass auf den beiden neuen Pa- villons, die rechts und links ne- ben dem bestehenden Gebäude ­erstellt werden, die Dachelemente montiert werden konnten. Unter den Blicken von Projekt- leiter Philipp Brunner wurden die ­Holzelemente am Kran befestigt und auf die bereits erstellten Mauern und Säulen platziert.

«In Kürze können wir mit der Montage des Unterdachs und der Ziegel beginnen», führte Brunner aus. Damit liegen die Bauarbeiten im vorgesehenen Zeitrahmen, wie Architekt Guido Santschi bestätigte. «In den nächsten Schritten wird die ­Fassade geschlossen. Dann können die Gipser, Elektriker und Sanitärleute ans Werk gehen.»

Guido Santschi und Gemeindepräsident Andreas Opprecht sind zuversichtlich, dass die neuen Räume fristgerecht ihrer Bestimmung übergeben werden können. «Die offizielle Einweihung ist für den 30. September geplant», sagte Opprecht. In Zukunft werden die drei Katafalkräume in einem der Neubauten eine würdevolle Aufbahrung verstorbener Personen gewährleisten, während der zweite Neubau witterungsgeschützte Versammlungen ermöglichen wird. Im bestehenden Gebäude finden Friedhof­besucher nach der Sanierung geschlechtergetrennte und behindertengerechte Toiletten sowie das Pfarrzimmer.

Den Baukredit über 1,3 Mio. Franken hiessen die Stimmbürger im Mai 2016 gut. Ein halbes Jahr später genehmigten sie einen weiteren Kredit in Höhe von 230000 Franken zur Sanierung der Friedhofmauer, die laut Auskunft Opprechts ebenfalls bereits in vollem Gange ist.

Monika Wick

bischofszell@thurgauerzeitung