SULGEN: Erleichterte Chauffeure

Das Industriegebiet wächst. Mit einem Wendeplatz am Ende der Bädlistrasse und einer Ringleitung für die Wasserversorgung passt die Gemeinde die Infrastruktur an.

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Der Wendeplatz am Ende der Bädlistrasse ermöglicht eine problemlose Rückfahrt Richtung Dorfzentrum. (Bild: Hannelore Bruderer)

Der Wendeplatz am Ende der Bädlistrasse ermöglicht eine problemlose Rückfahrt Richtung Dorfzentrum. (Bild: Hannelore Bruderer)

Die Bädlistrasse führt ins nördlich der Bahnlinie gelegene Industriegebiet von Sulgen. Dort befinden sich unter anderem die Firma Jakupi Transporte und die EEM AG sowie die Kartbahn. In den nächsten Monaten soll dort ebenfalls das Recycling- und Entsorgungscenter der Firma Schnider AG gebaut werden.

Ab der Grenze zur Politischen Gemeinde Bürglen ist die Bädli-strasse für den motorisierten Verkehr gesperrt. Ein legales Weiterfahren ist nicht möglich. Damit Lastwagen an diesem Endpunkt wenden können, hat die Gemeinde Sulgen ein Stück Land erworben und einen Wendeplatz errichtet. «In den Jahren 2010 und 2011 haben wir die Bädlistrasse bereits so weit erschlossen, wie es für den damaligen Bedarf nötig war», erklärt Gemeindepräsident Andreas Opprecht. «Bedingt durch die neue Bautätigkeit führen wir jetzt eine zweite Erschliessungsetappe aus.»

Bereits erfolgt ist die Sanierung eines älteren Teilstücks der Wasserleitung und deren Verlängerung bis zum Ende der Bädli-strasse. «Die Leitung ist so geplant, dass sie dort, wo die Strasse in den Rad- und Fussweg nach Bürglen mündet, zu einem spä- teren Zeitpunkt bei Bedarf mit Bürglen verbunden werden könnte», sagt der Gemeindepräsident.

Neue Ringleitung unter Privatstrasse

Noch in diesem Jahr soll die Leitung Bädlistrasse mit der Wasserleitung der Wasserversorgung Amriswil verbunden und so zur Ringleitung werden. Die neue Ringleitung wird unterhalb einer neuen Privatstrasse verlaufen, die zum westlichen Teil des Wohlfender-Areals führt, wo die Walter Arnold AG (Milchhandel) aus Schönenberg ihren Fuhrpark untergebracht hat. Entlang der Ringleitung kommen mehrere neue Hydranten zu stehen.

Zur Erhöhung der Sicherheit wird bei dieser Gelegenheit die Beleuchtung an der Bädlistrasse ausgebaut. Mit dem Einbau des Deckbelags wird zugewartet, bis die Firmen ihre Bautätigkeiten abgeschlossen haben. «Das wird noch einige Zeit dauern, aber dann haben wir eine neue, voll ausgebaute, sechs Meter breite Gemeindestrasse mit einem Radstreifen», sagt Opprecht.

Für die Ringleitung inklusive Hydranten ist eine Summe von rund 200000 Franken veranschlagt. Die Kosten für den Wendeplatz betragen laut Opprecht rund 70000 Franken. Die Erschliessungskosten zu den Parzellen tragen, wie in solchen Fällen üblich, die Eigentümer.

Hannelore Bruderer

bischofszell@thurgauerzeitung.ch