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SULGEN: Ein Gebot der Stunde

Der Weg war lang, doch nun ist das Ziel in Sicht. Die Pfarreien St. Peter und Paul (Sulgen), St. Mauritius (Berg) und St. Johannes der Täufer (Weinfelden) bilden ab 21. Januar einen Pastoralraum.
Georg Stelzner
Bald im gleichen Pastoralraum tätig: Gemeindeleiter Martin Kohlbrenner (Sulgen) und Pater George Kuruvila (Berg). (Bild: Georg Stelzner)

Bald im gleichen Pastoralraum tätig: Gemeindeleiter Martin Kohlbrenner (Sulgen) und Pater George Kuruvila (Berg). (Bild: Georg Stelzner)

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch

«Sinn und Zweck des neuen Gebildes ist es, Synergien zu nutzen», sagt der Sulger Gemeinde- und Projektleiter Martin Kohlbrenner. Es sei in der heutigen Zeit nicht mehr möglich, überall alles anzubieten. Jede Pfarrei solle daher in Zukunft Schwerpunkte setzen und sich auf eigene Stärken konzentrieren. «Man muss sich selbstkritisch fragen, in welchen Bereichen Abstriche notwendig, möglich und sinnvoll sind», erklärt Kohlbrenner.

Auslöser zur Bildung von Pastoralräumen war nach den Worten Kohlbrenners der pastorale Entwicklungsplan des Bistums Basel. Man sei dabei zur Erkenntnis gelangt, dass die Seelsorge aufgrund der veränderten gesellschaftlichen Voraussetzungen auf eine neue, zeitgemässe Basis zu stellen sei. Kohlbrenner räumt ein, dass sich auch die prekäre Personalsituation in der römisch-katholischen Kirche als Triebfeder erwiesen habe.

Bedürfnisse junger Menschen im Fokus

Die Bistumsleitung hat im Hinblick auf die Bildung der Pastoralräume vier pastorale Schwerpunkte vorgegeben: die Diakonie, die Glaubensbildung Erwachsener, die Initiationssakramente (Taufe, Kommunion, Firmung) und die Gemeinschaftsbildung. Die von Kohlbrenner geleitete Projektgruppe für den künftigen Pastoralraum Thurgau Mitte hat diesen Katalog mit dem eigenen Schwerpunkt «Jugend und jungen Erwachsene» ergänzt. «Die Generation der 18- bis 25-Jäh- rigen wird das Kirchenbild der Zukunft massgeblich prägen», argumentiert Sulgens Gemeindeleiter. Die Fragen und Bedürfnisse junger Menschen müsse man aufgreifen und wahrnehmen.

Anders als ein Seelsorge- verband, der einen losen, auf einer freiwilligen Vereinbarung basierenden Zusammenschluss darstellt, wird der Pastoralraum vom Bistum eingesetzt. Er beruht auf klaren Strukturen und exakt definierten Bestimmungen. «Es wird aber schon darauf geachtet, dass die Zusammenlegung sinnvoll ist», ergänzt Kohlbrenner.

Was die praktische Umsetzung des Pastoralraums anbelangt, warnt er vor übertriebenen Hoffnungen: «Von heute auf morgen wird das nicht möglich sein. Ich rechne mit einem rund zehnjährigen Prozess.» Entscheidend werde sein, ob und wie der Pas- toralraum von den Gläubigen akzeptiert wird. Kohlbrenner gibt zu bedenken, dass das primäre Ziel nicht sein könne, Aussergewöhnliches zu leisten. Vielmehr müsse man bestrebt sein, das Gewöhnliche und Alltägliche ausserordentlich gut zu machen.

Die personellen Voraussetzungen, unter denen der Pastoralraum starten wird, sind allerdings schwierig: Pfarrer Josef Wiedemeier ist in Weinfelden freigestellt worden, Pater George Kuruvila wird Berg im Laufe des nächsten Jahres verlassen, und Norbert Schalk hat seine Tätigkeit als Jugendarbeiter und Katechet in Sulgen heuer beendet.

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