SULGEN: Die Mauer bröckelt

Die Gemeinde will mit dem Bau der neuen Abdankungshalle auch die Einfriedungsmauer sanieren. Über ein Kreditbegehren von 230 000 Franken wird an der Gemeindeversammlung abgestimmt.

Hannelore Bruderer
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Die Thujahecke entlang der Friedhofsmauer kommt weg und wird auch nicht ersetzt. (Bild: Hannelore Bruderer)

Die Thujahecke entlang der Friedhofsmauer kommt weg und wird auch nicht ersetzt. (Bild: Hannelore Bruderer)

Im Mai hatten die Stimmbürger der Gemeinde Sulgen einen Kredit von 1,3 Millionen Franken für die Neugestaltung der Abdankungsräume auf dem Friedhof gutgeheissen. Während der Vorbereitungsarbeiten stellte die zuständige Baukommission fest, dass die Friedhofsmauer, deren Gesamtlänge rund 270 Meter beträgt, über weite Strecken in einem desolaten Zustand ist. Lose Abdeckungen, poröse und ausgebrochene Oberflächen, Korrosions- und Frostschäden, defekte Geländerelemente – die Liste der Mängel ist lang.

«Die Sanierung der Einfriedung ist ein weiterer tiefer Eingriff in die Friedhofsanlage», sagt Gemeindepräsident Andreas Opprecht. «Es ist daher sinnvoll, diese Arbeiten nicht aufzuschieben, sondern gleichzeitig mit den Bauarbeiten der Friedhofsgebäude durchzuführen.» Der Gemeinderat erhofft sich durch die zeitgleiche Ausführung auch Kostenvorteile bei den Auftragsverhandlungen. Er legt deshalb an der Gemeindeversammlung am 28. November ein Kreditbegehren für die Sanierung der Friedhofseinfriedung über 230 000 Franken vor. Davon trägt die Gemeinde Sulgen rund 60 Prozent, der Rest wird nach Anzahl Liegeplätze auf die anderen am Friedhof beteiligten Gemeinden verteilt.

Resistent gegen Salzschäden

Da der Sockel der Mauer an der Friedhofstrasse fast durchgehend Tausalzschäden aufweist, soll der strassenseitige Sockel bis auf Strassenbelagsniveau halbseitig abgetragen und mit gegen Tausalz resistentem Material neu verbetoniert werden. Die Mauersockel gegen den Kiesplatz und das Grünland werden gereinigt, von losem Material befreit und neu verputzt. Alle Geländer werden abgebaut, repariert und anschliessend in einem Beschichtungswerk spritzverzinkt und mit einer Zweischichtlackierung versehen. Die Thujahecke wird für die Mauersanierung entfernt und nicht ersetzt. Ein Baumpfleger wird die sieben von ursprünglich neun noch vorhandenen Pappeln an der Ostseite des Areals auf ihre Sturmfestigkeit und den Gesundheitszustand untersuchen. Die Bäume sind auf den alten Archivplänen verzeichnet und wurden vermutlich um 1925 gepflanzt. Müssten sie ersetzt werden, würde die Baumwahl auf den Standort, die Umgebungsgestaltung und das derzeit noch unüberbaute Nachbargrundstück abgestimmt werden, erklärt der Gemeindepräsident.