SULGEN: Blick in den Sternenhimmel

Die Medienwerkstatt AG produziert seit kurzem «Orion», eine Zeitschrift für Hobbyastronomen. Mitinhaber Markus Bättig erklärt, wie es dazu gekommen ist.

Hannelore Bruderer
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Markus Bättig freut sich, dass in Sulgen nun auch ein Magazin für Astronomie gedruckt wird. (Bild: Hannelore Bruderer)

Markus Bättig freut sich, dass in Sulgen nun auch ein Magazin für Astronomie gedruckt wird. (Bild: Hannelore Bruderer)

Herr Bättig, Sie sind Mitinhaber der Medienwerkstatt AG und neuerdings auch der Orion-Medien GmbH. Was ist Ihr Bezug zur Astronomie?

Mit dem Thema habe ich mich erst durch die Gründung der Orion-Medien GmbH tiefer auseinandergesetzt. Und ich muss sagen, es ist faszinierend. Alles da draussen hat einen grossen Einfluss auf unseren Planeten. Man denke nur an die unterschiedlichen Längen von Tag und Nacht, die Jahreszeiten oder an Ebbe und Flut. Dass hinter diesen Phänomenen eine absolute Logik steht, ist besonders erstaunlich.

Wie kam es zur Gründung der Orion-Medien GmbH?

Die Schweizerische Astronomische Gesellschaft SAG veröffentlicht «Orion» seit 73 Jahren. Weil wir daran interessiert waren, diese Zeitschrift bei uns zu drucken, habe ich mit den Verantwortlichen Kontakt aufgenommen. Bei den Gesprächen zeichnete sich dann ab, dass die SAG an einer umfassenden Partnerschaft interessiert wäre, welche die Produktion der Printprodukte, die Vermarktung, die Abonnentenverwaltung und den Onlineauftritt umfasst. So gründeten wir – die Medienwerkstatt AG, die SAG und Thomas Baer, der Redaktor der Zeitschrift «Orion» – die Orion-Medien GmbH.

Was erfährt man in der Zeitschrift «Orion», und an wen richtet sie sich?

Obwohl alle Artikel einen wissenschaftlichen Hintergrund haben, sind sie so geschrieben, dass alle sie lesen können, die sich für Astronomie interessieren. Die Zeitschrift richtet sich also an ein breites Publikum und könnte auch für den Schulunterricht ­eingesetzt werden. Da es eine schweizweite Publikation ist, erscheinen auch regelmässig einige Artikel in französischer Sprache. Die Themenwahl ist vielfältig und bezieht sich oft auf Ereignisse am Nachthimmel.

Wie passt die Orion-Medien GmbH zu den übrigen Firmen der BS-Mediengroup?

Die Produktion von gedruckten und elektronischen Kommunikationsmitteln ist das Kerngeschäft der Medienwerkstatt AG. Mit der Architekturzeitschrift «archi- these» und der Lokalzeitung «Neuer Anzeiger» verfügen wir über die nötige Erfahrung für einen effizienten Abodienst, das Marketing und die Akquisition von Inseraten.

Wie schätzen Sie das Potenzial von «Orion» auf dem Zeitschriftenmarkt ein?

Da «Orion» bisher fast nur SAG-Mitgliedern ein Begriff war, besteht noch ein grosses Wachstumspotenzial. Ein erster Schritt, «Orion» bekannter zu machen, ist die neue Webseite (www.ori onmedien.ch). Ausser der Zeitschrift werden auch Themenhefte und Sternkarten angeboten. Zudem sind die Teilnahme an Messen und die Entwicklung weiterer Produkte geplant.

Hannelore Bruderer

bischofszell@thurgauerzeitung.ch