SULGEN: Autofahrer brauchen Geduld

Die Sanierung der Kradolfstrasse in Sulgen ist im Gange. In dieser Woche ist mit einem neuen Teilstück begonnen worden. Während der ganzen Bauphase ist es nötig, den Verkehr auf der vielbefahrenen Strasse einspurig zu führen.

Hannelore Bruderer
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Die Kradolfstrasse ist derzeit ein Nadelöhr im Sulger Strassennetz: Im einspurigen Baustellenbereich regelt ein Lichtsignal den Verkehr. (Bild: Manuel Nagel)

Die Kradolfstrasse ist derzeit ein Nadelöhr im Sulger Strassennetz: Im einspurigen Baustellenbereich regelt ein Lichtsignal den Verkehr. (Bild: Manuel Nagel)

SULGEN. Bevor die nächste Fahrzeugkolonne zwischen den Lichtsignalen über die Kradolfstrasse rollt, wechseln Walter Lützelschwab und Bernhard Engel mit den Verantwortlichen der Baufirmen schnell die Strassenseite. Die Gesamtleitung der Baustelle trägt Walter Lützelschwab von der Firma bhateam ingenieure ag; Bernhard Engel von der Kierzek AG ist für das Elektrische zuständig. An der Bausitzung werden die nächsten Arbeitsschritte besprochen.

Bauarbeiten bis Ende Jahr

Die erste Etappe zwischen Unterau- und Kradolfstrasse 60 ist abgeschlossen. Am nächsten Teilstück bis zur Alpenstrasse wird seit Montag gearbeitet. Diese Etappe sollte bis Ende Juli, die gesamte Strassenlänge bis Höhe Waldstrasse bis Ende Jahr fertiggestellt sein. Im Untergrund finden die grössten Änderungen statt. Teils aus Altersgründen, teils weil die Grössen der bestehenden Rohre für künftige Anforderungen zu klein dimensioniert sind, werden unter der Strasse und hin zu allen Hausanschlüssen neue Leitungen für Wasser und Strom verlegt.

Unterschiedliche Grünphasen

Punktuelle Anpassungen werden bei Kanalisations-, Gas- und Telekommunikationsleitungen vorgenommen, für die Bedürfnisse der EKT wird ein Leerrohr eingelegt. Die Strassenbeleuchtung wird ebenfalls ersetzt. Die Arbeiten würden bisher nach Plan verlaufen, erklärt Lützelschwab. «Wir haben zwar mit einer Woche Verspätung begonnen, diese werden wir bis Ende Jahr aber aufholen.» Bis dahin brauchen Autofahrer Geduld. Die Kradolfstrasse ist eine stark befahrene Kantonsstrasse. Nach Feierabend, besonders in Fahrtrichtung Kradolf, ist das Verkehrsaufkommen am stärksten.

Als die ersten Erfahrungswerte vorlagen, sind die Ampeln so eingestellt worden, dass die Grünphasen in Fahrtrichtung Kradolf etwas länger anhalten als umgekehrt, da in diese Richtung zu Spitzenzeiten mehr Verkehr rollt. So sollen allzu lange Rückstaus vermieden werden, die den Verkehrsfluss in der Gemeinde Sulgen behindern. Aus diesem Grund sind die Bauetappen, die sich näher bei der Bahnunterführung befinden, auch kürzer.

Nicht nur Nachteile

Die Baustelle direkt vor der Haustür hat im Moment das Sulger Velo- und Motorradgeschäft Cycle World. Inhaber Adrian Schori sieht die damit verbundenen Umtriebe nicht nur negativ. Trotz leichter Verminderung seiner Ausstellungsfläche auf dem Vorplatz begrüsst er die Verlängerung des Trottoirs, die zu mehr Sicherheit beiträgt. «Bei der ersten Sanierungsetappe warteten zudem die Autofahrer direkt vor unserem Geschäft in der Kolonne. Das hat uns zusätzliche Aufmerksamkeit beschert. Wir haben das natürlich genutzt und unsere Neuheiten an vorderster Front plaziert», sagt Schori.

Besprechung vor Ort: Bauleiter Walter Lützelschwab erörtert den weiteren Bauverlauf mit drei Verantwortlichen. (Bild: Hannelore Bruderer)

Besprechung vor Ort: Bauleiter Walter Lützelschwab erörtert den weiteren Bauverlauf mit drei Verantwortlichen. (Bild: Hannelore Bruderer)