Süsswasserperle mit Potenzial

KREUZLINGEN. Rund 100 geladene Gäste haben an den Feierlichkeiten zum 20jährigen Bestehen des Seemuseums mit anschliessender Bustaufe teilgenommen. Von den Festrednern wurden Fragen zur Zukunft des Seemuseums gestellt und teils beantwortet.

Ursula Gasser
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Vize-Stadtammann David Blatter, Martin Kühne, Leiter Fahrdienst, und Patrick Nussbaumer, bei Eurobus zuständig für den Stadtbus Kreuzlingen, taufen den neuen Bus auf den Namen Kornschütte. (Bild: Nana do Carmo)

Vize-Stadtammann David Blatter, Martin Kühne, Leiter Fahrdienst, und Patrick Nussbaumer, bei Eurobus zuständig für den Stadtbus Kreuzlingen, taufen den neuen Bus auf den Namen Kornschütte. (Bild: Nana do Carmo)

Mit dem hellen Klang der Schiffsglocke eröffnete Hans-Ulrich Wepfer, Gründer und langjähriger Betriebsleiter des Seemuseums, die Feierlichkeiten. Es waren Sponsoren, freiwillige Helfer, Vertreter aus Politik, Schulgemeinde und Kanton, sowie Vertreter des Stiftungsrats zusammen gekommen, um das 20jährige Bestehen des Seemuseums zu feiern. Der jetzige Leiter des Seemuseums, Walo Abegglen, verglich das Museum in seiner Ansprache mit einem Schiff und stellte den Gästen einige Fragen: «Was für Voraussetzungen braucht die Mannschaft? Braucht das Schiff eine Generalüberholung?» Abegglen sieht die engere Zusammenarbeit mit den Schulen als Ansatz für Lösungen, sowie die Steigerung der Attraktivität für die Besucher.

Stadtammann Andreas Netzle stellte klar: «Wir wollen das Seemuseum. Es ist eine Süsswasserperle mit grossem Potenzial.» Netzle sieht Lösungen unter anderem auch in der engeren Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Museen der Stadt.

Schwelgen in Erinnerungen

Über die aktuelle Ausstellung zum 20jährigen Bestehen sagte Hans-Ulrich Wepfer einige Worte. Die Ausstellung zeigt in meist selbst gemachten Bildern den Wandel des Museums. Es liegt ein unbeschriebenes Buch auf, das die Besucher auffordert, ihre Gedanken zum Seemuseum und dessen Zukunft zu äussern. Ausserdem finden sich dort einige Ordner mit gesammelten Geschichten und Zeitungsartikeln aus 20 Jahren Museumsgeschichte. In einem solchen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1976, als das Museum noch in Planung war, fand Ulrich Spreiter seinen Namen wieder. «Ich bin in diesem Artikel erwähnt, weil ich als Architekt den Ausbau der Kornschütte geplant habe», sagte er. «Es war eine sehr schöne Zeit. Ich bin sicher, das Museum hat eine Zukunft.» Dieser Meinung ist auch Kurt Egloff, Mitglied des Stiftungsrates. Er habe grosse Hoffnungen in Walo Abegglen als Leiter.

Grosse Herausforderung

Abegglen ist sich diesen Hoffnungen bewusst. «Das Museum aus dem Stillstand herauszuholen ist eine Herausforderung und kann nicht von einer einzigen Person bewältigt werden.» Deshalb müsse die Öffentlichkeit entscheiden, wie es weiter gehen soll.